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Thema: Leitartikel

Ehrenkodex

Meine Ethik, deine Ethik

Aus: Christ & Welt Ausgabe 17/2014

Immer mehr Unternehmen erlegen sich Selbstverpflichtungen auf, sie wollen nachhaltig wirtschaften, transparent entscheiden und respektvoll mit Mitarbeitern umgehen. Warum bloß muss man das Selbstverständliche neu erfinden? mehr

Aufreger

Zur Sache, Kätzchen

Aus: Christ & Welt Ausgabe 16/2014

Das Land diskutiert über „Deutschland von Sinnen“, das neue Buch von Akif Pirincci. Doch wer kauft eigentlich solche Attacken auf Schwule, Frauen und Zuwanderer? Ein Blick in ein Milieu, das für die innere Ruhe regelmäßig Krawall braucht. mehr

Ökologie

Kann ich das Klima retten? Nein!

Aus: Christ & Welt Ausgabe 15/2014

Gerade habe ich 0,652 Kilogramm CO2 gespart: Ich habe mir ein Glas Wasser geholt. Das Wasser kommt aus der Leitung und wird von einer Filteranlage gefiltert. Die röchelt und stöhnt wie eine Espressomaschine. Davon abgesehen blinkt sie blau – sieht schick aus! Wie genau mich mein Durst zum Klimaschützer macht, weiß ich nicht. Dass ich es bin, muss ich dem blau blinkenden Filter-Display einfach glauben. Ein Teufelchen auf meiner Schulter sagt mir aber: Das hat sich irgendein Filter-Werbegenie ausgedacht. Kunden mit gutem Gewissen sind die besten Kunden. Sie rennen wie meine Kollegen zwischen Wasserfilter und Wasserklosett hin und her und glauben ein gutes Werk zu tun, indem sie hektoliterweise Wasser verbrauchen. Natürlich glaube auch ich an so manches, an den Klimawandel etwa. Dazu muss ich nicht mal die 2000 Seiten des Uno-Klimareports verstanden haben, wie auch: Ich bin kein Biologe, Meteorologe oder Glaziologe. Es reicht mir, dass Menschen, die etwas von der Sache verstehen, mir sagen, dass es ihn gibt, den Klimawandel. Da bin ich wie jeder und hoffe, dass auf dem Weg der medialen Verwertung die richtige Wahrheit bei mir ankommt. Natürlich gibt es auch die Wahrheit derer, die den Klimawandel für Einbildung halten. Wer daran glaubt, beruft sich gerne auf die Experten, die den Experten der Uno vorwerfen, die Sache mit dem Klimawandel doch etwas zu übertreiben. Die Frage, wer recht hat, tangiert mich nur peripher. Dabei bin ich ein politischer Mensch. Auch ich freue mich, wenn die Grünen in Bad Salzuflen der Stahlindustrie in Yu-Nan neue Umweltrichtlinien verpassen wollen. Viel wichtiger für mich jedoch ist, welche Konsequenzen ich aus meinem Glauben an den Klimawandel für mein Leben ziehe, etwa als Konsument und Wassertrinker. Wenn ich ehrlich zu mir selbst bin: keine. Das Glas vor mir ist leer, aber nicht, weil ich glaube, einen wichtigen Beitrag für die Klimarettung geleistet zu haben. Ich habe etwas für mich getan: Ich habe der Versuchung widerstanden, mir eine Cola zu kaufen, die mich fett und zuckersüchtig macht. Außerdem ist das Wasser aus der Filteranlage umsonst. Kurz: Ich bemühe mich, meinen kleinen, an sich schon schwer überschaubaren Alltag ökonomischer und nicht ökologischer zu gestalten. Aus diesem Grund fahre ich auch ein kleines Auto mit niedrigem Spritverbrauch und kaufe meinen Biojoghurt am liebsten im Halbliter-Eimer: Es ist einfach billiger. Mag sein, dass mich meine Skepsis zu einem unmoralischen Verbraucher macht, aber skeptische Verbraucher wie mich gibt es viele. Uns muss man den Klimawandel teuer machen, damit wir bei der Klimarettung begeistert mitkaufen.Wenn ich daran denke, welche Auswirkungen mein Konsumverhalten auf Mutter Erde hat, komme ich mir vor wie der brasilianische Schmetterling aus der Chaostheorie: Der kann mit dem Schlag seiner Flügel in Texas einen Tornado auslösen. Doch selbst wenn: Der Schmetterling weiß nicht, dass es seinetwegen stürmt. Er nimmt es höchstens billigend in Kauf.

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Ja!

Kann ich das Klima retten?

Aus: Christ & Welt Ausgabe 15/2014

Der Bericht des Weltklimarates alarmiert Politiker in aller Welt: Dürre, Überschwemmungen, Hitze, Hunger – die Katastrophe scheint kaum aufzuhalten zu sein. Was bedeutet das für uns? Sollen wir unser Leben ändern? Zwei Redakteure, zwei Meinungen

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Muslime

Auf deutschem Festland

Aus: Christ & Welt Ausgabe 14/2014

Nächste Woche tagt die neue Islamkonferenz. Eine der Fragen: Soll ein muslimischer Feiertag eingeführt werden? Darüber wird leidenschaftlich gestritten. Dabei wären andere Themen für das Zusammenleben wichtiger

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Katholische Kirche

Du, wir stricken uns die Ehe

Aus: Christ & Welt Ausgabe 13/2014

Die deutschen Bischöfe haben einen neuen Vorsitzenden gewählt. Nun verlangt der Papst, dass sie frei diskutieren, ob sich die Lehre beim Thema Familie ändern muss. Manche Kirchenmänner fühlen sich verloren wie Fremdenlegionäre, die zu einem Handarbeitskurs verdonnert wurdenmehr

Ukraine

Warten aufs Happy End

Aus: Christ & Welt Ausgabe 12/2014

Wer nach 1989 geboren wurde, kennt Europa als einen Kontinent des Friedens. Dann kam die Krim-Krise. Wie schaut eine Generation, die Krieg nur aus dem Geschichtsbuch kennt, auf die Ereignisse?mehr

Katholische Kirche

Mann mit Hut

Aus: Christ & Welt Ausgabe 11/2014

In der nächsten Woche wählt die Bischofskonferenz einen neuen Vorsitzenden. Unser Autor meint: Ein Kardinal sollte das Amt übernehmen mehr

Ukraine

Neue Hoffnung, alte Teufel

Aus: Christ & Welt Ausgabe 10/2014

Nach dem Umsturz fühlen sich die Juden in Kiew nicht mehr sicher. Aus Angst vor Antisemitismus verlassen sie ihre Heimat. Die Rechtspopulisten gewinnen an Einfluss, eine Synagoge brennt. Ein neuer Akt in der alten europäischen Tragödie?mehr

Limburger Stifter und Anstifter

Die Freude der Umkehr

Aus: Christ & Welt Ausgabe 09/2014

Was Katholiken in diesen Wochen aus dem Spektakel lernen können. mehr

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