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Das Unwesentliche: Christian Wulff

O’zapft is!

Aus: Ausgabe 52/2011

Raoul Löbbert dringt in ungeahnte Dimensionen des Skandals um den Bundespräsidenten vor.

Nach neuen Enthüllungen des „Spiegels“ erreicht der Skandal um Bundespräsident Wulff eine neue Dimension. Wie das Nachrichtenmagazin herausfand, ist die private Vorfinanzierung des Wulffschen Einfamilienhauses lediglich die Spitze des Eisbergs, betreibt der deutsche Bundespräsident doch eine Tankstelle in Westerkappeln im Kreis Steinfurt. Wulff soll die Tankstelle von seinem Vater geerbt haben, was dieser post mortem aber nicht kommentierte. Gut unterrichtete Kreise bestätigten dem „Spiegel“ nun: Auch bei den Wulffs ist zu Beginn der Weihnachtsferien der Liter Super teurer als sonst. Dies deute laut Analysten auf ein Westerkappelner Preiskartell zur Deckung der Wulffschen Kreditschulden hin. Davon abgesehen hätten laut „Spiegel“ in Wulffs Zeitschriftenständer Herrenmagazine in nicht unerheblicher Anzahl ausgelegen, was Georg Nüßlein, energiepolitischer Sprecher der CSU-Landesgruppe im Bund, mit Verweis auf die christlich-jüdische Kultur Deutschlands sogleich dementierte. Nicht bestreiten lässt sich jedoch, dass Wulff ohne Vorlage des Personalausweises E10-Biokraftstoff an Volljährige verkaufte. Dies konnten in den ADAC eingeschleuste V-Leute des Bundesverfassungsschutzes eindeutig belegen. Wulff selbst äußerte sich nicht zu den Vorwürfen. Laut einer Stellungnahme aus dem Bundespräsidialamt habe sich der Absatz des „Schmuddelsupers“ jedoch im Promillebereich bewegt. Dennoch erwäge Wulff einen sofortigen Verkauf der Tankstelle aus „moralischen Gründen“.

Erschienen in:
Ausgabe 52/2011
Redakteur:
Raoul Löbbert (Redakteur)
Thema:
Das Unwesentliche
Stichworte:
Lebensstil