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18.12.2014

Ach, geh doch unter!

Liebe Redaktion,

"Doch geht es heute beim Kampf ums christliche Abendland überhaupt noch ums Christentum?" Das tut es selbstverständlich nicht. Heutzutage interessiert sich hierzulande kaum…

…noch jemand für den christlichen Glauben. Aber es geht um das Erbe, das uns das christliche Abendland erkämpft und hinterlassen hat: das Grundgesetz, die Rechtsordnung, die Demokratie. Denn das gibt es im islamischen Morgenland nicht.

Wenn Ihnen dazu nicht mehr einfällt als "Ach, geh doch unter!", dann wundere ich mich nicht über Umfrage-Ergebnisse, wonach die Zahl derjenigen, "die großes oder sehr großes Vertrauen zu den Medien haben, von 40 Prozent (April 2012) auf 29 Prozent (Dezember 2014)" gesunken ist.

Mit freundlichen Grüßen
A.Rau

Andreas Rau

Antwort der Redaktion

Vielen Dank für Ihren Leserbrief. In meinem Text wende ich mich, gegen die politische Instrumentalisierung des Abendlandbegriffs, die nicht erst mit Pegida angefangen hat und in Deutschland eine nicht immer rühmliche Geschichte hatte. Ja, ich bin der Meinung, dass der Abendland-Begriff nicht mehr für einen politischen Diskurs taugt und eingemottet gehört. In diesem Sinne ist auch die Überschrift zu verstehen. Das gilt jedoch nicht für die Werte und Errungenschaften, die viele und auch sie mit dem Abendland verbinden: das Grundgesetz, die Rechtsordnung, die Demokratie.

Dazu nur so viel: Die moderne Demokratie wäre ohne die griechische Demokratie nicht denkbar. Versuche, das antike Griechenland ins christliche Abendland zu subsumieren, amüsieren mich immer ein wenig. Vor allem, weil wir von den meisten griechischen Philosophen und Literaten (die zumeist in den Zentren Kleinasiens wirkten) ohne die muslimische Übersetzungsarbeit heute keine Kenntnis hätten. Im Frühmittelalter war das maurische Spanien eines der wichtigsten Zentren der Kultur im Mittelalter. Gehört es nicht zum Abendland und damit auch indirekt der Islam? Davon abgesehen:Die Kirche hat sich mit dem Aufkommen der Demokratien und der Akzeptanz der Menschenrechte lange sehr schwer getan. Bis heute etwa hat der Vatikan die Menschenrechtskonvention nicht unterschrieben – als einziger europäische Staat neben Weißrussland.

Was mein Artikel mit dem Ansehensverlust der Medien zu tun haben soll, erschließt sich mir nicht.

 Es grüßt Sie herzlich,

Raoul Löbbert

Raoul Löbbert (Redakteur)

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05.12.2014

Bischof, tu was!

Magnus Striet hat einen verdienstvollen Artikel geschrieben. Gleichwohl bleibt seine Argumentation seltsam naiv. Und dies an mehreren Punkten. Die universitäre Theologie hat es schwer, wenn…

…auch aus ihren Kreisen heraus, erst recht aber aus bischöflichen Kreisen, Papst Benedikt als großer Theologe gefeiert und dabei verschwiegen wird, dass auch er nur eine theologische Position vertritt, die jedoch wegen ihrer hierarchologischen Verquickung dominiert. Schließlich hat Joseph Ratzinger als Präfekt und als Papst eine ganze Generation von Bischöfen bestimmt, resp. ernannt. Papst Franziskus will als Theologe hingegen erst noch entdeckt werden. Nicht jedermann akzeptiert, dass er ein nicht minder großer Theologe als Benedikt sein könnte; nur vertritt er eben eine andere Theologie: eine Theologie des Volkes. Die Theologie Benedikts impliziert eine zentralistische Kirche. Sie baut zur Durchsetzung dieses Anspruchs auf das Kirchenrecht. Der bestimmende Einfluss der Münchener Schule ist unverkennbar. Dass Magnus Striet ein rechtliches gegen ein sakramentales Kirchenverständnis ausspielt, löst das Problem keineswegs. Denn im Zweifel siegt über die Macht des Geistes die Übermacht des Rechts. Auch in der Kirche. Man wird sich schon die Mühe machen müssen, über die Münchener Schule hinaus Grund und Grenzen des Rechts in der Kirche neu zu bedenken. Das hat sie jahrzehntelang versäumt. Die Theologie hat die Aufgabe, darin hat Frau Florin recht, Kirche neu zu denken. Die dem Handeln der Bischöfe zugrundeliegende herrschende Meinung wird man so schnell nicht ändern. Das kann auch kaum die Aufgabe der Theologie sein. Aber sie kann kritisch die Entwicklung der Kirche begleiten, auf theologische Annahmen, Implikationen, Ambivalenzen und Aporien kirchlichen Handelns aufmerksam machen und an den Stellen, an denen sich tiefe Gräben auftun - zum Beispiel dem zwischen Geist und Recht - neue Lösungen suchen. Die universitäre Theologie wirkt dabei nicht administrativ, aber sie hat die Chance, die kommende Generation der Theologinnen und Theologen zu prägen.

Michael Böhnke

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28.11.2014

Wenn das Bett, das wir teilen als Rose blüht.

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich beziehe mich auf den Artikel Ihrer Redaktionsleiterin Christiane Florin in der Ausgabe 49/14.

Wenn man in der katholischen Kirche
arbeiten will,…

…so sollte man zumindest eine gewisse Grundhaltung, man nennt dies hier den Glauben, dass das, was Gott uns in der Schrift geoffenbart hat wahr ist und letztendlich auch das Beste für uns ist.
Es hat nichts damit zu tun, daß das Privatleben eingeschränkt werden soll und gerade die Tatsache, dass das Wort Gottes eben nicht frei auslegbar und je nach Lage veränderbar ist, macht die Kirche zu dem was sie ist, nämlich Verkünderin des Wortes Gottes. Ihre Redaktionsleiterin hat Recht, wenn sie schreibt: Unwürdig eigentlich und verletzend für alle, die sich ihren Glauben über das Ende ihrer Ehe hinaus bewahrt haben. Das wissen Bischöfe, das wissen andere kirchliche Führungskräfte, deshalb nehmen es schon länger nicht mehr alle so genau mit der Durchsetzung der Grundordnung.

Gerade diese Tatsache, dass sich verschiedene Bischöfe von der "Grundordnung" - sie meint wahrscheinlich die Treue zum Glauben- in den letzten Jahrzehnten doch in großzügiger und recht eigenwilligen Äußerungen- den Glauben den Belangen der Welt immer mehr angepasst haben, hat doch letztendlich dazu geführt, dass es immer weniger Menschen gibt, die Ihren Glauben an die Wahrheit bewahren, auch wenn`s unbequem wird.

Leider hat so mancher Bischof kalte Füße bekommen und leider auch der Kirche großen Schaden zu gefügt.

Es ist nicht Gott, der den Menschen verachtet, weil er homosexuell ist, bzw. im Ehebruch lebt oder in einer ungeordneten Beziehung, sondern es ist der Mensch, der sich durch seine Eigenmächtigkeit von Gott trennt und somit die Konsequenzen erfahren muß.

Hier noch zur Bestättigung Römerbrief 1, 18 - 32;

Sigrid Moll

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22.10.2014

Gott gehört nicht den Gotteskriegern

Herr Elmar Nass zeigt Ansätze und Ziele auf um den Islam zu reformieren, damit er vereinbar wird mit Menschenrechten und Demokratie. Er selbst und sein…

…Protagonist Mouhamad Khorchide setzen dabei auf die Vernunft und „rational-theologische Auslegung“ des Koran. Gleichzeitig lehnen sie aber die Aufklärung ab. Das aber ist ein Widerspruch. Denn Aufklärung definiert sich als Berufung auf die Vernunft als universelle Urteilsinstanz. Herr Nass meint, die abendländische Aufklärung wäre nicht „zielführend“. Herr Khorchide lehnte schon immer die Aufklärung ab, da sie dem Islam etwas Fremdes überstülpen würde. Also ist der ganze Beitrag von Herrn Nass im Sinne des Themas „nicht zielführend“. Herr Nass rückt allerdings am Ende des Beitrags von seiner ersten These ab, wenn er darauf hinweist, dass die Vernunft selbst als universeller, potentieller Intellekt Anteil an der Transzendenz hat. Eine goldene Brücke für Herrn Khorchide, die er allerdings nicht gewillt ist zu betreten. Der Islam wird sich niemals ohne Aufklärung reformieren können.

Hubertus Wrobel

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21.08.2014

Evangelikale und "Falsch! Falsch! Falsch?", Nr. 35/2014

Ich gehöre zu den Leuten, die keinen Fernseher besitzen, aber gelegentlich Radio hören. U. a. den Deutschlandfunk; dort kommt in der Woche um 9:35 Uhr…

…die Sendung "Tag für Tag - aus Religion und Gesellschaft". Beim Thema Islam z. B. kommen auf einen kritischen Beitrag ca. zwei positive. Bei der katholischen Kirche ist es umgekehrt. Der neue Papst hat den gewohnten Trott zwar etwas durcheinander gebracht, dennoch ist die Tendenz: auf einen positiven Beitrag kommen zwei negative. (Insbesondere "Mißbrauch" erfreut sich größter Beachtung.) Zum Stichwort "evangelikal" dagegen habe ich bisher ausschließlich negative Beiträge gehört. Ich kann mich nicht erinnern, dass dieser Begriff einmal in einem positiven Zusammenhang gefallen ist.

Islam, Katholizismus, ev. Kirche, Evangelikale usw. sind Bewegungen, die ein breites Spektrum von Erscheinungen bieten - von sehr positiv bis zu sehr bedenklich oder lächerlich. Es ist den jeweiligen Redaktionen überlassen, welche Elemente sie da herausfischen. Ob sie sachlich das ganze Spektrum wiedergeben oder überwiegend positive oder eben überwiegend die negativen. Und da scheinen "die Evangelikalen" sehr schlechte Karten zu haben. Vermutlich vertreten sie Überzeugungen, die heutzutage nicht sonderlich geschätzt werden. Aber anstatt sich mit diesen Überzeugungen auseinanderzusetzen, pickt man lieber partielles Fehlverhalten heraus und hackt darauf herum.

(Dass die Spitzenkräfte der Evangelikalen verbraucht sind und deshalb hilflos reagieren, ist leider wahr. Aber das ist doch überall so: in der kath. und ev. Kirche, den Gewerkschaften, den Parteien, der EU, den Medien ... Überall dominiert das Mittelmaß.)

A.Rau

Andreas Rau

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17.08.2014

Ein Recht auf Ausgrenzung

Michael Rutz in C+W zum Thema
Muslim im katholischen Schützenverein

Selbstverständlich hat Herr Rutz Recht, wenn er den Vereinen die selbstbestimmte Abgrenzung und Zweckbestimmung zuspricht. Da können…

…sich Interessenten klar orientieren. Ein andere Blickwinkel hingegen führt zur Frage nach dem zwingend Katholischen. Ein ehern verteidigtes Prinzip, mit dem auch mehr als 100 Jahre nach akademischem Kulturkampf die vielen katholischen Studentenverbindungen im CV noch immer nicht die ökumenischen Grenzen überschreiten wollen. Eine Festschreibung auf das "Katholizitätsprinzip" wird den gesellschaftlichen Herausforderungen heute nicht gerecht. Hier sind Allianzen erforderlich, mit denen zusammen die essentiellen Eigenwerte und Gemeinsamkeiten christlicher Positionen auf dem „Markt der Religionen“ vertreten werden. Ein "katholischer" Verein sollte die Gründe für die Abgrenzung neu überprüfen, sich dessen bewusst werden und begründen, warum diese Trennung Identitätsmerkmal (gewesen) ist.

Ehrenberg Hermann-Josef

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28.07.2014

Feigheit vor dem Freund - Nr. 31/2014

Ich beglückwünsche die (meine) evangelische Kirche zu dieser „Kehrtwende“.
Grundwerte unsrer Kirche sind nicht Dogmen oder theologische Grundsätze. Grundwert ist Liebe. Die Liebe Gottes, aber…

…auch unsre Liebe zum anderen Menschen.

Der Bibel zu unterstellen, sie sage Eindeutiges zu ärztlicher Beihilfe zur Selbsttötung ist schlicht falsch.
Unsere moderne Medizin bringt ganz andere Probleme mit sich, als die Medizin vor 2000 bis 3000 Jahren. Der Suizid, von dem in Bibel steht, ist ein ganz anderer.
Ist es gottgewollt, Menschen viele Jahre bewusstlos an Maschinen hängen zu lassen? Evtl. nur wegen der Auslastung von Pflegeheimen?
Der Autor, Herr Ohler, sollte nicht noch nachtreten, wenn jemand seinen Glauben auf einmal wichtiger nimmt als kirchliches Dogma (das kennen wir von Jesus auch). In unserem Gesundheitswesen passiert genügend Schlimmes, wo er als Christ aufschreien sollte.

Ich möchte aufschreien, wenn jemand Selbstfindung gegen Gottsuche ausspielt, oder tiefe Liebe als Privatgewissen degradieren will.
Ja, es wird Zeit, dass die Kirchen umdenken!

Tom Burghard

Tom Burghard

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09.06.2014

Schrei nach Liebe Nr. 24/2014

ich habe soeben den recht kritischen Artikel vom Christiane Florin zum Katholikentag gelesen und frage mich nun, mit welchem Auge bzw. aus welcher Perspektive…

…Sie das Geschehen in Regensburg angeschaut haben.
Unter den Menschen, die ich gesprochen habe, vor allem unter den Jugendlichen, aber auch ältere Menschen aus den verschiedenen Ecken Deutschlands und insbesondere der Kölner Kirche, waren wenige obrigkeitstreue/-hörige Katholiken und auch Protestanten. Und die Kölner waren bisher in der Tat nicht gerade verwöhnt durch die Amtsführung Kardinal Meisners.
Allerdings habe ich auch die vielen Kleriker gesehen, die sich gerne mit "Kalkleiste" schmücken. Es fragt sich, worin der Grund zu suchen ist. Ist das klerikale Kleidungsstück notwendig für ein besseres Selbstbewusstsein oder dient es eher zum Schutz vor der bösen Umwelt? Installateure gehen ja auch nicht mit Rohrzange zu ihrer Handwerkertagung. In diesem Verhalten kommt für mich eine gewisse Form von Obrigkeitshörigkeit zum Ausdruck. Aber zum Glück gibt es auch andere, wenn es auch nicht die Mehrheit zu sein scheint.
Ich hatte jedenfalls wie schon so oft das Gefühl und den Eindruck mit allen möglichen Strömungen innerhalb der Kirche konfrontiert zu werden.
Ihre Äußerungen vor allem im letzten Teil Ihre Artikels halte ich nur bedingt für realitätsnah. Und besonders von der Kategorie der Laien, die Sie in Ihrem letzten Absatz beschreiben, kenne ich recht viele, die eben nicht obrigkeitshörig ihren Mund halten, sondern mutig den konservativ Denkenden, die immer noch glauben Andersdenkenden den "wahrhaften" Glauben erklären und vorleben zu müssen, die Stirn bieten.

Dr. Martin Zielinski

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02.06.2014

Katholisch: Geschieden-Wiederverheiratet

Ich kann es am besten in Gedichtform ausdrücken, was mich und viele andere Katholiken seit vielen Jahren quält:

Mir reicht's!
Warum seid Ihr so hart, warum quält…

…ihr mich so, warum seid Ihr so herzlos und macht mich nicht froh?
Wer gibt Euch das Recht, so hart zu sein,
mich festzuhalten in meiner Pein?
Warum darf ich nicht zum Abendmahl geh'n, warum laßt ihr mich im Regen steh'n?
Ihr sagt: "Du kannst beten, komm doch herein, aber bitte zur Hintertür, daß muß schon sein".
Ich bin nicht mehr jung, hab' nicht mehr viel Zeit, kann nicht mehr warten eine Ewigkeit
bis Ihr Euch entscheidet oder "ja" oder "nein"; ihr macht mich so hilflos,
ich fühl' mich so klein.
Wer von Euch ist ohne Sünde, werfe jetzt den ersten Stein, doch ich glaube und ich weiß, da wird niemand, keiner sein.
Aber es gibt noch den Heiland, der mich kennt und der mich liebt,
er ist gütig und barmherzig - und mir sicher auch vergibt.

Karin Ehl

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20.03.2014

Du, wir stricken uns die Ehe

Ausgesprochen treffsicher hat Christiane Florin die Gegensätze der traditionell "rückwärtsgewandten" und der eher "fortschrittlichen" Kräfte innerhalb des katholischen Klerus zum Thema Ehe herausgearbeitet und dargelegt.
Wo…

…steht eigentlich, dass sich Jesus aus Nazareth dezidiert für eine Unauflöslichkeit der Ehe ausgesprochen haben soll und wo ist eine solche Aussage authentisch überliefert? Die sogenannten Evangelien sind keine historischen Schriften, die zu Lebzeiten dieses Jesus verfasst wurden, sondern fromme Legenden, die etwa 50 bis 150 Jahre nach dessen Tod in griechischer Sprache aufgezeichnet worden sind.
Das "christliche Glaubensgebäude" (Evangelien , Apostelgeschichte und ähnliches) entstand bekanntlich Jahrzehnte oder sogar Jahrhunderte später und wird dem Kirchenvolk bis heute als "historisch" verkauft, obwohl es sich tatsächlich um Menschenwerk und nicht um eine "göttliche Offenbarung" handelt. Wer all` dies weiß, wird kaum noch glauben können.
Das ist auch einer der wesentlichen Gründe für das schleichende, aber rapide Abschmelzen der christlichen Botschaft, deren Glaubwürdigkeit nicht zuletzt auch durch das Verhalten vieler ihrer "Verkünder" inzwischen gegen Null tendiert.
Papst Franziskus weiß dies und versucht offenbar mit aller Kraft, das allmähliche "Verdunsten" auch der römisch-katholischen Religion zu verhindern. Wenn er es jedoch nicht schafft, die konservativ-reaktionären Kräfte innerhalb der Kurie und des Klerus zu eliminieren, dürften seine Mühen dauerhaft erfolglos bleiben. Papst Franziskus wird der Welt allerdings als einer der wenigen Päpste mit menschlichem Antlitz in Erinnerung bleiben.

Yvonne Walden

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