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19.10.2015

Artikel von Herrn Öhler 42/15

Sehr geehrte Redaktion von "Christ und Welt",

ich schreibe auch bzgl. des Artikels von Andreas Öhler in der Ausgabe 42/15. Es passiert nämlich das, was ich…

…schon vor Jahren vermutete. Herr Öhler schreibt, dass ein Leser vorschlug, den derzeitigen Titel "Christ und Welt" in "Religion in der Zeit" umzubenennen. Ich finde diesen Vorschlag ignorant, da gerade "Christ und Welt" als klangvoller Name an die evangelische Wochenzeitung, die im Rheinischen Merkur aufgegangen ist, anknüpft. Ich weiß noch genau, dass mein Großvater "Christ und Welt" regelmäßig las und ich es schade finde, dass es eine solche Zeitung (evangelisch-konservativ) heute in dieser Form nicht mehr gibt; auch weil Sie natürlich als direkter Nachfolger auf lediglich sechs Seiten wöchentlich nur begrenzt wirken können.
Als Sie vor fünf Jahren von einer eigenständigen Wochenzeitung zu einer Beilage wurden, hat mich das schon sehr irritiert, weil ich der Meinung war, dass der deutsche Zeitungsmarkt eine Wochenzeitung wie den "Rheinischen Merkur - Christ und Welt" braucht und auch die Lesernachfrage vorhanden sein müsste. Nicht zuletzt war es gerade Ihre Zeitung, die meinem Blick auf die Welt und meinem Empfinden am ehesten entspricht (entsprach?) und die es in dieser Form kein zweites Mal auf dem Markt gab.
Nun war ich vor fünf Jahren sehr enttäuscht, dass Sie gerade beim großen Konkurrenten ("Zeit") unterkommen, da ich mir überhaupt nicht vorstellen konnte, weshalb zwei Zeitungen, die weltanschaulich wenig eint, nun offenbar zusammengehen müssen. Der „RM - CuW“ war explizit konservativ, freiheitlich und christlich und damit ein Gegenpol zur "Zeit". Als Leser war ich gerade in der bequemen Position am Kiosk zwischen verschiedenen Zeitungen bzw. auch verschiedenen Standpunkten zu wählen. Auch wenn Sie sich redlich mühen Ihr eigenes geschichtsträchtiges Profil zu wahren, befürchte ich immer, dass Sie zu so etwas wie einer „verwässerten ZEITausgabe“ des Rheinischen Merkur werden, was ihrer geschichtlich gewachsenen Ausrichtung eigentlich diametral entgegenläuft. Damals lag den Verantwortlichen auch ein Angebot der konservativen Berliner Wochenzeitung "Junge Freiheit" vor, von dem ich hoffte, dass es angenommen wird. Meines Wissens nach hätte es diese Zeitung sogar ermöglicht den "Rheinischen Merkur - Christ und Welt" als eigenständige Wochenzeitung in seiner Gänze zu erhalten(!). Und selbst als eigenständiges Buch hätte der Merkur in der JF wohl mehr Seiten als in der „Zeit“ bekommen. Warum man eine konservative Zeitung nicht mit einer anderen konservativen Zeitung zusammenlegt, sondern mit einer sozialliberalen, kann ich bis heute nicht nachvollziehen.
Da ein Familienmitglied die „Zeit“ seit nun über dreißig Jahren abonniert hat, kann ich Sie zwar auf wenigen Seiten weiterhin lesen, aber der Artikel von Andreas Öhler zeigt mir, dass meine Befürchtungen wahr werden könnten. Ehrlicherweise muss ich hier allerdings einräumen, dass ich mich als Leser womöglich schon abgewendet hätte, würde dieses Abonnement nicht bestehen. Schließlich kaufe ich mir ungern eine Zeitung, von der ich nur sehr wenige Seiten lesen möchte. Schon der damalige Zug brüskierte mich, da Sie nun von mir verlangten eine Zeitung zu kaufen („Die Zeit“), die ich eigentlich gar nicht kaufen möchte. Vor fünf Jahren las ich zudem einen zynischen Kommentar, wonach die Beilage in der „Zeit“ so etwas wie ein Tod auf Raten einer einstmals grandiosen und einzigartigen Zeitung wäre.
Mein Wunsch wäre es tatsächlich, wenn der aktuelle Vertrag mit der „Zeit“ irgendwann ausläuft, dass „RM - Christ und Welt“ als umfangreichere Beilage oder sogar wieder als richtige Wochenzeitung im „Junge Freiheit Verlag“ erscheint. Schon vor fünf Jahren wurden ausufernde Kosten für die Einstellung verantwortlich gemacht, aber schon damals dachte ich mir, dass eine Absenkung auf wöchentlich ca. zwanzig Seiten ein Überleben Ihrer Zeitung vielleicht ermöglicht, da alles besser wäre, als eine Minibeilage beim Konkurrenzblatt zu werden. Aber leider wurde damals davon abgesehen.
Wenn ich die „Zeit“ lesen möchte, dann lese ich die „Zeit“. Aber wenn ich den Rheinischen Merkur lesen möchte, dann möchte ich nicht irgendeine Rubrik in der „Zeit“ lesen, die dem Mutterblatt über Jahre angeglichen wurde (Stichwort: Religion in der Zeit), sondern den „Rheinischen Merkur – Christ und Welt“. Und den wird es auf lange Sicht wohl nur im „Junge Freiheit Verlag“ geben können.

Mit freundlichen Grüßen,

J.H.


Lieber Herr Öhler, liebe Frau Florin, liebe Mitglieder der Redaktion von Christ&Welt, mit großem Interesse habe ich das Editorial gelesen. Eine denkbare Namensänderung geht alle an, die Redaktion und die Leser. Daher melde ich mich auch. Ich bin dafür, den aktuellen Namen Christ&Welt beizubehalten, selbst auf die Gefahr hin, dass Sie zwischendurch vom Thema abgleiten, so erinnert der Titel doch jederzeit an das Anliegen, das aktuelle Geschehen in Kirche(n) und Gesellschaft widerzuspiegeln oder zu kommentieren. Mich interessiert nicht irgendein Steinzeitritus sondern, was hier und heute in Deutschland und der Welt geschieht, und welche Auswirkungen das beispielsweise auf die Gesellschaft und Politik hat. Mich würde z.B. interessieren, ob es Beispiele gelebter Ökumene in Krisenregionen und in der Flüchtlingswelle (Irak, Syrien, Türkei, Sudan....) gibt. Oder wie christliche Politiker versuchen christliche Nächstenliebe mit Staatsräson zu vereinbaren. So ein Deal mit der Türkei in Flüchtlingsfragen sieht aus wie ein Pakt mit dem Mitverursacher (permanent Luftangriffe auf die Kurdengebiete in Syrien und im Irak, falsche Syrienpolitik schon zu Beginn des Bürgerkriegs z.B. Transit für IS-Kämpfer...)! Ich denke, Christen könnten hier echt das Salz der Erde oder das Licht der Welt sein, in dem sie den Hilfesuchenden helfen aber den falschen (uneinsichtigen) Partnern mindestens die gelbe Karte zeigen! Das erfordert Mut, den nicht jeder hat. Der ist bei Ihnen als Journalisten (hoffentlich) noch stärker ausgeprägt! Ich freue mich auf die nächste Ausgabe der ZEIT mit Christ&Welt.

Markus Mühlichen

Jan Hansen

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19.10.2015

Ehe und Familie

Liebe Frau Florin, liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Redaktion,
seit Jahren lese ich mit viel Interesse Ihren Zeitungsteil. Durch mein Aufwachsen in einer katholischen Familie in…

…Nordostdeutschland zur DDR- Zeit (ich bin Jahrgang 1971) hat Kirche für mich eine wichtige Bedeutung, auch wenn ich nun schon viele Jahre in Baden- Württemberg lebe und ist durchaus positiv besetzt. Jetzt bin ich einem Mann begegnet, den ich liebe. Wir werden nächstes Jahr heiraten. Daher lese ich die Beiträge zu Ehe und Familie mit besonderem Interesse. Aufgrund unserer Ehe im mittleren Erwachsenenalter gehen wir davon aus, dass wir keine leiblichen Kinder mehr bekommen werden, sondern eher "geistigen Kindern" Leben geben und vielleicht Menschen in unserem Umfeld beim Leben unterstützen werden. Leben geben- ich denke das ist die Aufgabe überhaupt, in welchem Ausdruck und in welcher Form auch immer.
Und ich hoffe, dass die Liebe und der Wunsch zum Leben geben im Miteinander ausreichen, sich in der katholischen Kirche das Ehesakrament spenden zu dürfen. Egal wie alt die Liebenden sind. Egal, welche "Kinder" daraus erwachsen. Und egal in welcher Form die Liebenden ihre dazu gehörende leibliche Liebe leben. Bis jetzt hatte ich daran keine Zweifel, und die klare Vision, dass dies auch bald für Mitchristen, denen dieses im Moment noch versagt ist, in Zukunft möglich sein wird. Durch die vielen Beiträge Ihrer Redaktion, die mir ein mir bisher wenig bekanntes Bild der Kirche zeigen, habe ich das Gefühl, da auch bezüglich meiner, unserer Ehe, noch mal nachfragen zu müssen. Und vielleicht auch genau daran mitarbeiten zu sollen. In welcher Form auch immer. Vielleicht habe ich auch bisher einfach nur sehr viel Glück mit Kirche gehabt.
Herzliche Grüße, Ursula Stabenow.

Ursula Stabenow

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19.10.2015

Wer hat Angst vor Angela Merkel? Nr. 42/2015

Heinz-Dieter Mück

Antwort der Redaktion

Sehr geehrte Frau Florin, 

Ihre Ausführungen vom 15. Oktober 2015 in Christ und Welt No. 42 sind ein Rundumschlag gegen Horst Seehofer und die "zahlenversessene Nation". Das fordert mich erneut heraus. Ich kann Ihrer Logik nicht folgen: Wieso ist Horst Seeehofer "unerwachsen", wenn er die "Sorgen und Nöte der Bevölkerung" basierend auf den Berichten der Landräte ernst nimmt? Wieso "schürt" er dann Ängste? Ist das, was Sie schreiben, keine Hetze? Wer sind die "öffentliche(n) Christen", die "Flüchtlinge als "Unrat" " bezeichnen? Zweifellos sind Flüchtlinge Menschen, deren individuelles Schicksal in uns oft tiefes Mitleid weckt, doch ist es die natürliche Aufgabe der Politik, Risiken zu erfassen und Gefahren realistisch einzuschätzen. Die Regierung kann nicht einfach "in Tränen ausbrechen" oder "schreiend davonlaufen". Die Führungskräfte leisten bei Amtsantritt den Eid, ihre 
Kraft "dem Wohle des DEUTSCHEN Volkes (zu) widmen, seinen Nutzen (zu) 
mehren, Schaden von ihm (zu) wenden" (Artikel 56 GG). Es mehren sich die 
Stimmen, die Angela Merkel vorhalten, diesen Eid in den vergangenen 
Wochen mit ihrem "Herz über Kopf" gebrochen zu haben. Es wird sie die 
Kanzlerschaft - freiwillig oder gezwungen - kosten. Ihr Nachfolger 
dürfte Horst Seehofer sein.
Uns Deutsche trifft voll die Ironie der Geschichte: 40 Jahre lang haben wir die DDR verurteilt, weil sie Menschen eingesperrt hat; nach 25 Jahren deutscher Einheit helfen wir die "Festung Europa" aufzubauen, um Menschen auszusperren und so die europäische Einheit zu retten. Nach den Bundeskanzlern aus dem Westen und Norden der Republik hilft eine Frau 
aus dem Osten einem Mann aus dem bayerischen Süden ins Amt. Horst Seehofer wird demnächst schaffen, was Franz Josef Strauß 1980 verwehrt blieb.

Christiane Florin (Redaktionsleiterin)

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02.10.2015

Die Auserwählten 40/2015

Der Artikel erinnert mich an eine Reportage auf Phoenix nach dem Tod von Papst Johannes Paul II. Es wurden Filme von ihm aus der Zeit…

…vor dem Pontifikat gezeigt. U.a. war er beteiligt an den Vorberatungen zu Humanae vitae. Auch damals (kurz nach dem Konzil) wurden verheiratete Laien zu den Beratungen hinzu gezogen, im Film kam ein englisch sprechendes Ehepaar zu Wort. Die Pointe: dieses Ehepaar, eingeladen zu Beratungen über Verhütungsfragen, wurde in Rom in getrennten Unterkünften einquartiert. Die betroffene Dame hat sich noch nach Jahren darüber köstlich amüsiert. Andererseits: eine der effektivsten Verhütungstechniken. Möge es den Buchs besser ergehen.

Gerhard Wendler

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28.09.2015

Das Urviech

Wieder mal ein Artikel über Luther - ich war gespannt. Doch zunächst kam wieder die Abrechnung mit dem Judenhass des alten Luther, wo ich mittlerweile…

…den Eindruck habe: "Es ist alles dazu gesagt, nur nicht von mir." Natürlich ist das zu beklagen, was Luther da geäußert hatte und ich bedauere es auch sehr, dass er nicht bei den Aussagen seiner früheren Schrift "Dass unser Herr Jesus ein geborener Jude sei" geblieben ist. Aber deswegen schreibe ich den Leserbrief nicht.
Die altbekannte Geschichte von Zachäus hätte der Autorin vielleicht geholfen zu verstehen, worum es Jesus ging und was Luther in seiner sog. Rechtfertigungslehre wieder ans Licht gebracht hatte: Da geht es zwar auch um gute und schlechte Taten. Doch Jesus hält dem Zachäus keine Strafpredigt und wartet mit dem Satz "Auch du bist Abrahams Sohn" nicht, bis dieser den Schaden mittels Geldbuße gut gemacht hatte. Vielmehr geht dieser Satz allem Voraus - dann folgen die guten Taten von selber. An solche und ähnliche Geschichten hatte Luther sich möglicherweise erinnert, als er über den Begriff der "Gerechtigkeit Gottes" grübelte, bis er verstand, dass man sich die Gnade Gottes nicht erarbeiten kann. Es ist m.E. daher falsch, wenn die Autorin sinngemäß schreibt, dass die Taten eines Menschen praktisch keine Rolle spielen würden. Wo die Botschaft, dass Gott keinen Menschen aufgibt (oder auch: ihm vergibt) diesen Menschen berührt (wie Zachäus) kommen diese Taten wie von selber. Deshalb meine ich auch, wie Frau Rinn im Streitgespräch vor wenigen Wochen sinngemäß meinte, ist es unsere wichtigste Aufgabe, diese Botschaft Gottes den Menschen zu vermitteln. Sicher - und da muss man der Autorin zustimmen - assoziieren viele Menschen mit dem Begriff "Vergebung", dass die Sache mit den Sünden damit beendet wäre. Genau genommen fängt es da erst an, weil diese Botschaft den Menschen verändern möchte, so dass er die böse Tat nicht wiederholt. Genau darum ging es Luther mit den 95 Thesen über den Ablass. Buße heißt "Umkehr", weil die Liebe Gottes uns Menschen verändern möchte hin zu einem Leben, wie es dem guten Willen Gottes für seine Menschen und diese Welt entspricht.

Gerhard Scheller

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16.09.2015

Ehe - wie geht das?

Sehr geehrte Redaktion, liebe Schreiberin,
als Ehe- und Familienseelsorger der Diözese Würzburg stelle ich fest, dass zumindest für unseren Bereich die Angriffe, die in dem Artikel…

…der Kirche gegenüber formuliert werden, dass keine Ehebegleitung stattfindet nicht stimmen. In unserem Bereich (und auch in allen anderen Diözesen) gibt es Angebote für (Ehe-)Paare zur gelingenden Kommunikation (EPLoder KEK http://www.epl-kek.de/), die ja eine Grundvoraussetzung sind für eine gelingende Paarbeziehung, sowie Begleitungen im Erziehungsbereich wie KESS erziehen (http://www.kess-erziehen.de/). Unzählige Angebote für Paare, Familien, spezielle Gottesdienste und Wallfahrten. Davon zu reden, dass "dass die Kirche zu diesem Thema nichts anzubieten hat außer schönen Worten." stimmt für mich so nicht. Natürlich wünsche ich mir auch, dass Familien mit ihren Lebensbereichen mehr wahrgenommen werden und auch als "Kirche im Kleinen" gesehen werden. Ich kann aber nur sagen, bei den Angeboten, die wir als Ehe- und FamilienseelsorgerInnen und als Familienbund der Diözese Würzburg anbieten, ist das der Fall und viele Familien und Paare geben uns die Rückmeldung, dass sie sich bei uns aufgehoben wissen, ganz zu schweigen von den vielen Mitgliedern von Familien, die sich ehrenamtlich engagieren.
Mit herzlichen Grüßen
Walter Lang

Walter Lang

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15.09.2015

Ehe - wie geht das? Nr. 37

Die Ehe ist oder war -früher- ein Sakrament. Wenn nun eine Annullierung in 30 Tagen möglich sein soll, wird das Sakrament zumindest de facto aufgelöst.…

…Wenn dieses Sakrament fällt, fällt -früher oder später- auch der Zölibat. Damit ist die katholische Kirche defintiv und unwiderruflich "unblutig" reformiert worden ohne dass sie protestierten, bzw. die Kirche wie damals im 16. Jahrhundert verliessen.
Neu ist also nur, dass man die Kirche von innen reformierte und -keiner!- hats's gemerkt? Nach dem Fall des Ehe-Sakramentes fällt der Zölibat oder umgekehrt! Wenn die Katholiken wüssten was sie an ihrem Sakrament der Priesterweihe haben, würden sie nie und nimmer nur überlegen solche Sachen zu diskutieren. Fragt doch bitte die ehrlichen Protestanten die sofort den Zölibat einführen würden wenn sie nur könnten. Doch dieser Zug ist bei ihnen längst abgefahren. Wollen nun die Katholiken tatsächlich im Zeitalter den Gender-Main-Stream, also im Zeitgeist, verfallen und das letzte und wichtigste Sakrament aufgeben?
Wie blöd kann man nur sein solche Dummheiten zu überlegen, zu diskutieren?
Es wäre höchste Zeit sich zu besinnen was Jesus Christus vor 2000 Jahren sagte! "Wollt auch Ihr gehen?" Warum kam er in die Welt? Weil die Gläubigen die Gesetze nach Lust und Laune zu ihren Gunsten auslegten, weil sie Herzen aus Stein hatten, die Frauen unterdrückten, etc., etc.,
Wofür ist er Mensch geworden? Wozu hat er gelitten? Hat Jesus sich "geirrt" oder die heutigen Zeit-Geist-Theologen und Besser-Wisser???
Wozu sind all die Märtyrer, die Apostel, usw. für ihren Glauben gestorben?
Haben sich alle, Tausende von Vorbildern, "geirrt"?
Nein, meine Lieben, nicht die Heiligen haben sich geirrt. Die heutigen Gender-Main-Stream-Ideologen werden nicht überleben und untergehen.
Noch nie waren wir so nahe an der Zeit als Christus vor 2'000 Jahren auf die Welt kam um zu zeigen, dass er den Willen seines Vaters tut und nicht den eigenen. "Lass den Kelch an mir vorübergehen, doch nicht mein Wille, DEIN Wille geschehe!"
Kennen wir diese Aussage noch? Wenn ja, ist doch alles klar, oder?

Aldo Carigiet

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03.09.2015

Hans Joachim Neubauer Jakobsweg

Liebes Christ und Welt Team!

ich habe alle Artikel von Hans Joachim Neubauer auf Christ und Welt gelesen. Ich liebe die Art wie er schreibt und…

…bin sehr glücklich, heute wieder einen Artikel von Ihm, hier gefunden zu haben - in Gedanken bin ich mit gewandert - Dafür möchte ich DANKE sagen und hoffe auf weitere wunderbare Artikel.
mfG Bettina Ankele

Bettina Ankele

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24.08.2015

„Jeder wird erlöst“ in C & W Nr. 34 vom 20.08.2015 zum Streitgespräch Thielmann./.Rinn

Zunächst möchte ich „C & W“ danken für die Befassung und Darstellung dieses für Christen zentralen Themas. Solche Themen und Diskussionen sind doch das, was…

…man eigentlich von einer Zeitung wie der Ihren wesentlich häufiger erwarten dürfte. Wen interessiert denn noch der 150. Artikel von Frau Florin, in dem sie sich mit dem Thema Tebartz van Elst abarbeitet?

Interessant finde ich, dass Sie zwei evangelische Theologen über dieses Thema „streiten“ lassen. Zunächst war ich darüber etwas verwundert, doch das „Ergebnis“ hat mich überzeugt. Dennoch möchte ich einige Anmerkungen zu Aussagen des Gesprächs machen:

1. Frau Rinn zitiert – offensichtlich in der Absicht, ihre Position zu begründen - Luthers Brief an Melanchthon, in dem er Melanchthon zum „tapferen Sündigen“ rät. Damit wollte Luther nicht, wie Frau Rinn meint, sagen, der Mensch sei nicht Gott und habe nicht den vollen Überblick, sondern dieser Ausspruch war Ausdruck von Luthers Menschenbild. Luther gestand dem Menschen keinen freien Willen zu; es sei sozusagen in Gottes Menschenschöpfung begründet, dass der Mensch nur sündigen könne. Wer so denkt, der braucht natürlich einen „gnädigen Gott“, der diesen „Fabrikationsfehler“ der Schöpfung wieder reparieren muss. Aber selbst Luther fordert hierzu eine Glaubensentscheidung des Sünders, wenn er diese gnädige Reparatur vom „sola fide“ abhängig macht, wobei er, am Rande bemerkt, das „sola“ – wohl zur eigenen Gewissensberuhigung und zur Begründung seiner reformatorischen Erkenntnis eigenmächtig in seine Bibelübersetzung hineinschrieb.

2. Wenn Frau Rinn auf die Gastmähler Jesu als „Einladung für alle ins Himmelreich“ hinweist, übersieht sie dabei, dass nach der Einladung der Einladende sehr wohl differenziert, wer endgültig am Mahl, sprich am Himmelreich teilnehmen darf und wer nicht. Nach Mt 22, 12 ff sind das nur die, die – trotz ihres überraschenden Wegholens von der Straße - ein „hochzeitliches Kleid“ anhaben. Richtig interpretiert kann das doch nur heißen, Gott gewährt die Teilnahme an „seinem Himmelreich“, man wird in sie gerufen und für sie erwählt (Joh. 6, 65: „Und er sagte: Deshalb habe ich zu euch gesagt: Niemand kann zu mir kommen, wenn es ihm nicht vom Vater gegeben ist.“). Zwischen Ruf und Erwählung liegt aber die Zeit der Bewährung. Das Bild vom hochzeitlichen Gewand steht hier für eine dementsprechende Lebensführung, wie Herr Thielmann mit seinem Verweis auf die sieben Werke der Barmherzigkeit (Mt 25, 31 ff) zu Recht anmerkt. Es ist die Spanne, in der sich der einzelne in Freiheit bewusst werden kann, dass es ein Zu-Spät geben kann, und in der die „metanoia“, die Umkehr, gefordert wird. Danach, so Herr Thielmann, kann man es Gott überlassen, wer gerettet und verloren ist. Dem stimme ich zu: Denn im Gleichnis von Reichtum und Nachfolge (Mk 10. 17 ff) antwortet Jesus, der zuvor das Wort vom Kamel gesprochen hat, das eher durch das Nadelöhr gehen könne als dass ein Reicher in das Reich Gottes gelangte, seinen Jüngern, die ob dieses Ausspruches sehr erschraken und fragten, wer denn dann noch überhaupt ins Himmelreich gelangen könne: „Für Menschen ist das unmöglich, aber nicht für Gott; denn für Gott ist alles möglich“ (Mk 10.27).

3. Wenn Frau Rinn am Schluss sagt, sie predige nicht, um Menschen vor der Hölle zu warnen, sondern weil sie begeistert sei von dieser wunderbaren Botschaft, so ist das zwar der einfachere, dem jetzigen Zeitgeist entgegenkommende Weg, aber halt nur die halbe Wahrheit, nur ein Teil dieser „wunderbaren Botschaft“, fast möchte ich sagen, eine Mogelpackung. Denn der Herr des oben erwähnten Gastmahls lässt keinen Zweifel, wohin der ohne hochzeitliches Gewand Erschienene gelangt: „… hinaus in die äußerste Finsternis. Dort wird Heulen und Zähneknirschen sein“ (Mt 22, 13). Und auch über das Schicksal derer, die die Werke der Barmherzigkeit nicht befolgen, lässt uns die Bibel nicht im Unklaren: „Weg von mir ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das für den Teufel und seine Engel bestimmt ist“ (Mt 25, 41b).
Für einer Vertreterin der Konfession, die immer das „sola scriptura“ für sich in Anspruch nimmt, und deren Begründer immer wieder für seinen angeblichen „Mut vor Königsthronen“ („Hier stehe ich, ich kann nicht anders!“) gerühmt wird, gehörte es sich eigentlich, auch das zu verkünden, was uns Menschen weniger „wunderbar“ an der Botschaft erscheint, was aber auch, ja sogar mehrmals geschrieben steht.

Ulrich Wustmann, Höchststadt/Aisch


Hallo,

das kann doch nicht Ihr Ernst sein, dass Sie darüber diskutieren und Ihre Websiete dagegen "christundwelt" lautet. Wozu ist denn Jesus Christus gestorben, und was sagt die Bibel, wer gerettet wird? Und warum steht in der Bibel was von Hölle?
Und dann dies hier: "Dass nicht jeder sofort in den Himmel kommt, dass es einen Ort gibt, wo man sich von seinen Sünden reinwaschen muss." Warum ist Jesus Christus denn gekommen???
Lesen Sie bitte erstmal selber im Neuen Testament, bevor Sie sowas veröffentlichen und andere in Gefahr bringen, derartiges zu glauben.
"Aber ich bete nicht zu Gott, sondern zu den heiligen Seelen aus dem Fegefeuer, den »Animas benditas«. Die wecken mich jeden Morgen um die gewünschte Zeit. Ich muss nur darum bitten."
Was soll das denn?

Michael Rendler, seit 2008 Christ

Wustmann Ulrich

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24.08.2015

Leserdrucker

Alois Serwaty

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