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Leserbriefe

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24.03.2013

Pontifex minmus

der Artikel "Pontifex minimus" mit der positiven Würdigung des neuen Papstes hat mich sehr gefreut. Nicht nur, weil er teilweise uneingeschränktes Lob enthält (eine Seltenheit…

…in Christ und Welt). Ihre Idee, das Lob mit dem von Mercedes Sosa gesungenen "Solo le pido a Dios" zu verknüpfen und auch so die schwierigen Verhältnisse in Argentinien anzudeuten, finde ich ausgezeichnet.
Vielleicht gelingt es Ihnen, einen Zeitzeugen zu finden, der die sehr schwierigen damaligen Verhältnisse persönlich erlebt hat.

Prof. Friedrich Moll

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05.03.2013

Leitartikel: Der kurze Frühling der Anarchie

Wie immer, geehrte Frau Florin -diesmal im Duett mit Herrn Löbbert- ist Ihre Analyse exzellent und amüsant zugleich.

Eine Bemerkung noch:
Die Frühlinge…

… der Anarchie waren IMMER KURZ.

Mit dankbaren Grüßen

Adelina Santander

Adelina Santander

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17.02.2013

Papst Benedikt - eine Bilanz

Um es gleich vorweg zu sagen: Es ist mir vollkommen gleichgültig, ob der Papst zurücktreten darf. Ich empfinde es als eine Erlösung und Befreiung. Als…

…engagierter katholischer Christ bin ich froh, dass dieser Papst diese Entscheidung getroffen hat. Ich spüre, wie mir seit dem 11.2.2013, dem Tag der Ankündigung des Rücktritts, ein sich stetig vermehrendes Mehr an Lebensqualität zuwächst. Mit dem folgenden Beitrag möchte ich meine Negativ- Meinung zum Benedikt-Pontifikat näher erläutern. Dieser Beitrag ist zugleich als Dank an Frau Florin für ihren Auftritt im Presseclub am 17.2.2013 zu verstehen: Wenn die Amtskirchenvertreter nicht endlich bereit sind, in der Lebenswirklichkeit der immer kleiner werdenden Katholikenanzahl anzukommen, wird sie am Ende des 3. Jahrtausend nur noch als historische Fußnote registriert werden.

Viele engagierte Christen empfinden Verhaltensweisen gegenüber Personen und Argumentationen von Katholiken, die sich dezidiert für ein Ankommen der kath. Kirche im 3. Jahrtausend einsetzen, als Verrat gegenüber der jesuanischen Botschaft. Vor allem die von der Amtskirche verhängten Sanktionen werden als unbarmherzig, unchristlich, antijesuanisch und inhuman angesehen.

Dieser Papst bleibt diesem Petitum seines Vorgängers treu: Jeder Theologe, der vom Geist der Aufklärung, des 2. Vatik. Konzils – hier besonders der Forderung eines „aggiornamentos“ von Johannes XXIII. – beseelt ist, bekommt im Vatikan keine Chance.
Ein jeder Theologe und Laie, der den Pflichtzölibat in Frage stellt und sich für die Priesterweihe von Frauen ausspricht, ist vom Teufel geschickt.
Ein jeder Theologe und Laie, der sich für die Spendung der Eucharistie an wiederverheiratet Geschiedene und an konfessionsverbundene Ehepaare einsetzt, wackelt an den Grundfesten der kath. Kirche.
Ein jeder Theologe und Laie, der den neuscholastischen Denkansatz in Frage stellt und davon überzeugt ist, dass die in der kath. Kirche gewachsenen Strukturen einen geschichtlichen und keinen ontologischen Ursprung haben, werden zu Relativisten und Zeitgeistdenunzianten erklärt.

Ein jeder Theologe und Laie, der konziliare, synodale und dialogische Vorgaben bei wichtigen Kirchenentscheidungen einfordert, ist ein innerkirchlicher Nestbeschmutzer.

Und ein jeder Theologe und Laie, der die Beachtung der jesuanischen Prinzipien wie Nächstenliebe, Barmherzigkeit und Vergebungsbereitschaft gegenüber Personen im innerkatholischen (!) Bereich (vor allem gegenüber Querdenkern) postuliert, wird zum Häretiker abgestempelt.

Ein Verrat von jesuanischen Prinzipien auf der ganzen Linie. Es gilt Flagge zu zeigen gegen einen ausschließlich sich der Macht und dem Papalismus verschriebenen Kirchenkurs.




Paul Haverkamp

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13.02.2013

Rücktritt Papst Be

Benedikt hat nicht nur mit seinem Schritt, sondern vielmehr noch mit seiner Person, die herrschende Vorstellung des päpstlichen Amtes in Frage gestellt. Überlegen wir doch…

…einmal: Was wäre, wenn dies genau im Sinne einer höheren Ordnung geschehen sollte? Wenn dieser Papst sich jetzt außerhalb der frommen Denkungsart seiner Schäflein bewegt und diese durch seine persönlichen Schritte enttäuscht, dann könnte es für diese Gläubigen doch eine Überlegung wert sein, auch mal die eigene Vorstellung zu hinterfragen – oder nicht? Wird hier vergessen, wie sehr Jesus von Nazareth gegen die weltlichen Vorstellungen immer wieder verstoßen hat? Benedikt springt über die Klinge und lässt seinen Kopf rollen, verzichtet auf Macht… - wenn das nicht durch und durch christlich ist - was denn dann? Das ist doch Nachfolge, oder?

Edith Gampert-Mazur

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12.02.2013

Rücktritt des Papste

Als Witwe eines katholischen Priesters, der einst wegen seiner Kraftlosigkeit, den Zölibat länger zu leben, aus dem Amt gejagt wurde, hat mich die Nachricht vom…

…Rücktritt des Papstes merkwürdig berührt. Gilt es, angerührt zu sein von einem schwächelnden "Fels" oder gilt es, zornig zu sein angesichts dessen, dass hier jemand für sich einfordert, was er anderen erbarmungslos verwehrt hat? Ich weiß es noch nicht. Aber herzlichen Dank für Ihre hervorragenden Artikel!
Anne Dördelmann-Lueg

Anne Dördelmann-Lueg

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31.01.2013

Wer ist das schwarze Schaf?

Die Darstellungen von Weihbischof Schwaderlapp und Herrn Bernhard Meuser mögen auf Außenstehende plausibel wirken; sie sind jedoch unhaltbar insofern, als sie wichtige Elemente ausblenden. Schwaderlapp…

…ist natürlich darin zuzustimmen, dass ein amtlicher Vertreter der römisch-katholischen Kirche nicht sagen kann: Ich vertrete und verkünde aus der kath. Glaubenslehre nur, was mir gefällt und mich persönlich überzeugt. Er steht schon für das Ganze – aber in kritischer Loyalität. Er kann und darf seinen gewiss begrenzten eigenen Verstand nicht ausschließen, schon deshalb nicht, weil er es vielfach mit kritisch fragenden Gläubigen zu tun hat. Dass sich in der Glaubens- und Sittenlehre der Kirche einfach und unverkürzt „die Weisheit Gottes wider-“spiegle, stimmt so nicht einmal für die Heilige Schrift. Natürlich ist menschlicher Verstand zu klein, um Gott zu umfassen. Stelle ich darum jegliche Zweifel und kritische Nachfragen ab, gerate ich in den Fideismus, der kirchenamtlich verworfen ist („der Vernunftgebrauch geht dem Glauben voraus!“), also auch für einen Amtsträger nicht angeht. Schwaderlapp vermittelt den Eindruck, als sei kirchliche Lehre abgeschlossen, in allen Punkten sicher gottgewollt und nicht mehr entwicklungsfähig. Dazu passt, dass Herr Meuser die kirchlichen Lehren an die Seite von physikalischen Gesetzen rückt. Die Gesetze der Physik fußen auf experimentellen Nachweisen, idealisieren, gelten nur unter wohldefinierten Bedingungen und sind methodologisch falsifizierbar, weil kein Forscher die gesamte Natur kennt. Eher hier liegen gewisse Anknüpfungspunkte für kirchliche Wahrheitsfindung. Es erstaunt, dass 50 Jahre nach dem 2. Vatikanischen Konzil so getan wird, als hätten damalige Bischöfe und Theologen die offizielle Lehre der Kirche nicht in wichtigen Punkten weiterentwickelt, sogar korrigiert – im Blick sowohl auf die Grundlagen („Reform aus dem Ursprung“) wie auf die „Zeichen der Zeit“. Damals gelang es der Kirche (nach mühsam-konfliktreichen Beratungen), ihr Glaubensverständnis neu zu „dolmetschen“ (Schwaderlapps Wortwahl). Auch heute wäre, statt Bastionen hochzuziehen, Auseinandersetzung mit den kritischen Stimmen der Zeit angesagt. Es geht nun einmal nicht anders: die Gnade der „Vorsehung“ (Johannes XXIII.) setzt den „eigenen Mist“ des Amtsträ¬gers voraus, erhebt und vollendet ihn weit über sein Maß hinaus.
Dr. Klaus Fischer, Heidelberg

Klaus Fischer

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30.01.2013

Hilfe, wir haben Erfolg!

Die Weltwirtschaft ist schon heute in der Lage, 12 Milliarden Menschen zu ernähren.
In der Milleniumserkärung haben sich die Vereinten Nationen das Ziel gesetzt, den…

…Anteil der an Hunger leidenden Menschen von 1990 bis 2015 zu halbieren. Bis heute ist ein Rückgang um weniger als 25 Prozent zu verzeichnen.
870 Millionen hungernde Menschen? Für Sie ein beachtlicher Erfolg!
Dass das Budget des von Ihnen gelobten, und in seiner Bedeutung für den Kampf gegen den Hunger kaum zu überschätzenden, WFP seit 2008 von 6 auf 3,2 Milliarden Dollar gefallen ist? Geschenkt!
Die anscheinend zu erwartende Apokalypse? Ist schließlich auch ausgeblieben!
Zahlungen an Hilfsorganisationen? Lieber nicht, der Hunger kann schließlich nur politisch besiegt werden!
Und bis dahin? Bloß kein Mitleid!

Laurenz Scheunemann

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11.01.2013

Evangelikale des Islam

Man fragt sich, was für Herrn Lohlker die größere Gefahr ist: die Evangelikalen oder die Salafisten? Und was hat Herr Lohlker gegen die Evangelikalen? Er…

…bringt es fertig, in einem Inteview über die Salafisten ständig über Evangelikale und andere Strömungen herzuziehen, die einfach nur die Bibel ernst nehmen.
Ich rechne mich zu den Evangelikalen. Die Pfingstler sind meine Glaubensbrüder, die Reformatoren waren es ebenso.
Menschen, die diese Welt zum Guten hin verändert haben, die Liebe gepredigt haben, werden in einem Atemzug mit solchen genannt, die im Namen der Religion kaputtmachen und andere rechtferttigen, die Hass leben.
Ich würde mir von Ihnen mehr Geschmack erwarten. Jeder darf die Meinung haben, die er möchte. Aber es ist etwas anderes, so eine Meinung zu drucken.

Gerhard Schneider, Oerlenbach



Im Interview von Christ&Welt heißt es:
C&W: Würden Sie sich als Islamwissenschaftler darüber freuen, wenn der Koran weiter verbreitet wäre und den Menschen besser bekannt?
Lohlker: Wenn er in einer vernünftigen Übersetzung gelesen würde. Die in den Innenstädten verteilte war jedenfalls nicht sonderlich gut.

Warum kam denn nicht eine fachkundige Antwort um welche Koranübersetzung es sich handelt? Ich habe den Eindruck dass Herr Lohlker nicht mal weis dass es sich um die meistverbreitete deutsche Koranübersetzung von Rassoul handelt, welche sogar auf Herrn Ayman Mazyeks Webseite Islam.de verwendet wird.

Sehr erstaunt hat mich auch dass Herr Lohlker als "Islamwissenschaftler" von Salafismus in Afrika redet. Ich war auf einer zweistelligen Anzahl von Wochendtagungen wo ich unter anderem von mehreren Professoren der Universität in Sarajewo hörte, dass in Bosnien, Saudi Arabien und Afrika das Wort Salafismus unbekannt ist, es wird dort als Wahhabismus benannt, ein Unterscheidung zum Salafismus ist dort unbekannt. Ferner möchte ich Herrn Lohlker widerssprechen wenn er Salafisten als Reformer des Islam bezeichnet. Während einem einstündigen Gespräch mit mir während einer Koranverteilaktion betonte der Salafist dass sie sich auf die ersten drei Nachfolger des Propheten Muhammad berufen, also nichts mit Reformer, sondern rückwärtsgewandte Religionsanhänger. Ich selbst war schon bei einem Vortrag von Pierre Vogel bzw. auf der Jahrestagung der deutschen Muslimbruderschaft. Was ich dort hörte war für den Weiterbestand unseres Grundgesetzes - mit wenigen Ausnahmen - weniger gefährlich als die Islambeschönigung von Herrn Lohlker.

Werner Sigel, Kirchheim

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10.01.2013

Der Kriminologentango vom 9. Januar 2013

Christiane FLorin beschreibt, wie die katholischen Kirche in der Frage der Veröffentlichung von Forschungsergebnissen zum sexuellen Missbrauch vorgeht. Diese Vorgehensweiter überrascht nicht. Schon der große…

…liberale Theologe A. von Harnack kennzeichnet den römischen Katholizismus als einen Staat des Rechts, in dem das Subordinationsprinzip gilt, auf der Basis einer Amtshierarchie, die sogar auch das Verhältnis Gottes zum Menschen durch einen Rechtskodex regelt. Das heißt, es gibt ein feine Abstufung von Befehlenden und Befehlsempfängern, die zu durchbrechen nur in seltenen Fällen erlaubt wird. Wenn also das Kommunikationsverhalten Christian Pfeiffers „nicht der gebotenen Form“ entspricht, so deshalb, weil es nicht zu dieser inneren Organisationsstruktur der katholischen Kirche passt. Das Bemühen der katholischen Kirche, „eine Boulevardisierung des Themas zu vermeiden“, weil man einer breiten Massenöffentlichkeit die Beschäftigung mit den wissenschaftlichen Untersuchungsergebnissen des Kriminologen Christian Pfeiffer nicht zumuten will, ist aus denselben Gründen zwangsläufig.
Den Mitbürgern eine eigene Urteilskraft zuzutrauen, birgt ein gewisses Risiko. Da ist es aus Sicht der Kirche schon besser, die Beschäftigung mit dem Thema auf die wissenschaftliche Diskussion zu begrenzen.

Gerd Becker

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30.12.2012

Großer Gott, wir loben Dich - Ausgabe 01/2013

Alle Welt redet, rätselt oder schwadroniert über "Gott" oder "Allah". Oder über einen "personalen Gott", der nach unseren Vorstellungen und Vermutungen einem menschlichen Wesen gleicht…

…oder zumindest gleichen soll. Alles Unsinn!
Wer hat diesen Gott oder Allah jemals erblickt? Wer kann Gott wahrhaftig beschreiben oder zumindest skizzieren? Die Erkenntnis den Philosphen Ludwig Feuerbach, daß wir Menschen uns "einen Gott nach unserem Bilde" geschaffen haben, konnte bis heute nicht glaubhaft widerlegt werden.
Wir sollten einfach zur Kenntnis nehmen, daß es zwar höhere, ungeheure Kräfte zu geben scheint, die dieses Universum entstehen ließen, jedoch keinen "Gott", der uns Menschen auf dem "Staubkorn Erde" beschützt und begleitet, so angenehm das auch wäre. Dies ist und bleibt eine bittere Erkenntnis für die gesamte Menschheit. Religionen aller Schattierungen versuchten deshalb, diese Wahrheit mit mystischen Legenden zu revidieren. Alle Legenden bleiben unglaubwürdig, solange es an einem wirklichen Gottesbeweis fehlt. Und ein solcher fehlt - bis heute!

Yvonne Walden

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