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Katholizismus

Sind die Gedanken frei?

Aus: Christ & Welt Ausgabe 06/2016

Die Theologie muss sich dem bischöflichen Lehramt unterordnen, schreibt der Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer in einem viel beachteten Zeitungsartikel. Die Freiburger Theologen Eberhard Schockenhoff und Magnus Striet verteidigen die Freiheit der Forschung.

Foto: istockphoto.com

Für Bischof Rudolf Voderholzer ist die Freiheit der theologischen Lehre begrenzt. Allerdings nicht in einem bedrohlichen Maße. »Wo ist denn in den letzten Jahren das kirchliche Lehramt eingeschritten?«, fragt der Regensburger in einem Artikel in der überregionalen katholischen Zeitung »Die Tagespost«. Er vermisse die Achtung vor dem Recht des bischöflichen Lehramts, »qua apostolischer Autorität darüber wachen zu dürfen und zu müssen, ob eine bestimmte theologische Lehre mit der Lehre der Schrift und der Tradition übereinstimmt«. Er betont: »Die Freiheit der theologischen Lehre ist begrenzt durch die Vorgaben, die jedem Theologie-Treiben gegeben sind; an die sich der Theologe und die Theologin, aber eben auch der Bischof, treu halten müssen.« Wo die Theologen sich gegängelt fühlen, befürchtet der Bischof nicht weniger als »die Abschaffung des Christentums«. Ihr Offenbarungsbegriff könne als Empfehlung des Religionspluralismus und Verabschiedung jedes Wahrheitsanspruches gelesen werden. Die Theologen ließen allein das praktische Kriterium einer wie auch immer zu verstehenden und zu begründenden »Humanität« gelten. Der Bischof versichert, sich leidenschaftlich für den Fortbestand der Theologischen Fakultäten einzusetzen. »Ich erwarte aber auch von der Theologie, dass sie wirklich Theologie sei.«

Das sagt Eberhard Schockenhoff dazu, Professor für Moraltheologie in Freiburg und seit 2001 Mitglied des Deutschen Ethikrates:

Voraussetzung dafür, dass die Theologie außerhalb der Kirche ernst genommen wird, ist ihre innerkirchliche Anerkennung. Der Dienst einer eigenständigen wissenschaftlichen Theologie, die in der Wahl ihrer Fragestellungen, in der Anwendung ihrer Methoden und im Eintreten für ihre Forschungsergebnisse frei von fremder Einflussnahme arbeiten kann, ist für die Kirche selbst von unersetzbarem Wert. 

Bei seiner damals viel beachteten Ansprache vor Wissenschaftlern und Studenten im Kölner Dom bekannte sich Papst Johannes Paul II. unzweideutig zur Freiheit der theologischen Wissenschaft: »Die Kirche wünscht eine selbstständige theologische Forschung, die vom kirchlichen Lehramt unterschieden ist, sich ihm aber verpflichtet weiß im gemeinsamen Dienst an der Glaubenswahrheit und am Volk Gottes.« Da Theorie und Praxis oft auseinanderfallen, fügte er sofort hinzu, dass Spannungen und Konflikte dabei nicht auszuschließen sind. Sie dürfen aber, wenn sie unvermeidlich auftreten, nicht einseitig der wissenschaftlichen Theologie angelastet und als Folge ihrer angeblichen Illoyalität gegenüber dem Lehramt oder der Infragestellung seiner Autorität gedeutet werden.

Auch meint die geforderte Selbstbindung an die Vorgaben von Schrift und Tradition keineswegs, dass diese der Theologie nur nach Maßgabe lehramtlicher Vorgaben zugänglich wären. Die theologische Erkenntnislehre geht heute von einem Modell mehrerer Bezeugungsinstanzen des Wortes Gottes in der Kirche aus, die untereinander interagieren, aber ihre jeweilige Funktion eigenständig wahrnehmen. Keine dieser Bezeugungsinstanzen – die Schrift, die Tradition, der Glaubenssinn der Gläubigen, das Lehramt und die wissenschaftliche Theologie – kann eine der anderen ersetzen oder ihre Aufgabe in eigener Regie übernehmen. Dagegen ist von allen gegenseitiger Respekt und die Bereitschaft zur Unterordnung unter die gemeinsame Aufgabe gefordert, den Glauben zu stärken.

Diese Differenzierung, die auf der Eigenständigkeit der Theologie gegenüber dem kirchlichen Lehramt und der je verschiedenen Aufgabenstellung beider beharrt, wird in dem traditionellen Delegationsmodell vernachlässigt, das die römische Schultheologie lange Zeit bestimmte. Danach beschränkt sich der Auftrag der Theologie darauf, im Nachhinein aufzuzeigen, wie die vom Lehramt der Bischöfe und des Papstes vorgelegten Glaubenswahrheiten in den Quellen der Offenbarung enthalten sind. Dagegen kommt der Theologie in diesem Modell kein eigenes Wärteramt zu, durch das sie Fehlentwicklungen dieses Glaubens identifizieren und neue Wege zu einem jeweils zeitgemäßen Glaubensverständnis aufzeigen könnte. 

Der Hinweis auf die Namen großer Theologen, die später zu Bischöfen und Kardinälen ernannt wurden – Henri de Lubac, Yves Congar, Alois Grillmeier, Walter Kasper oder Avery Dulles – ist an dieser Stelle durchaus aufschlussreich. Denn keiner von ihnen verstand den eigenen Auftrag als Theologe vor der Übertragung des Bischofsamtes in dieser minimalistischen Weise. Vielmehr sahen sie ihre spätere Berufung in ein hohes kirchliches Leitungsamt als Bestätigung der höchst eigenständigen Art und Weise an, wie sie zuvor als öffentliche Lehrer der Theologie, als Deuter des Glaubens und als Interpreten seiner Wahrheit gewirkt hatten. Die nachträgliche Anerkennung ihrer intellektuellen Leistungen darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass viele von ihnen zunächst mit dem kirchlichen Lehramt in Konflikt gerieten und etwa durch Lehr- und Schreibverbot schikaniert wurden.

Noch immer herrscht in der Kirche für Theologinnen und Theologen ein beklagenswerter Mangel an Rechtssicherheit. Es ist nicht allzu lange her, dass Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern der Zugang auf theologische Lehrstühle versperrt wurde, weil sie die Gründe für die weitgehende Nicht-Rezeption lehramtlicher Weisungen zur Sexualethik offen erörterten.

Ein Rückblick in die Theologiegeschichte belegt, wie wichtig eine unabhängige, freie und kritische Theologie für die Kirche ist. Im 19. Jahrhundert erwiesen diejenigen Theologen ihr und der Zukunftsfähigkeit ihres Glaubens den besseren Dienst, die zu ihrer Zeit wegen ihres Freimuts und ihrer intellektuellen Unabhängigkeit von vielen beargwöhnt wurden, die sich selbst für rechtgläubig hielten. Theologen und christliche Philosophen wie Antonio Rosmini, John Henry Newman, Friedrich von Hügel und Johann Baptist Hirscher waren Vordenker des Glaubens und konnten der Kirche durch die Reformen, die sie anmahnten, den Weg in die Zukunft weisen. Dagegen fügten diejenigen, die sie lehramtlichen Zensuren unterwarfen und die Kirche in ein geistiges Ghetto führten, dieser schweren Schaden zu. Es wäre vermessen, wenn alle, die sich kritisch zum Zölibat, zur Frauenordination oder zu kirchlichen Skandalen äußern, sich mit den genannten großen Gestalten der Theologiegeschichte vergleichen wollten, die als Wegbereiter der modernen Theologie inzwischen allgemeine Anerkennung gefunden haben. Dennoch sollten Theologinnen und Theologen an der intellektuellen Grundhaltung Maß nehmen, in der diese damals ihren Auftrag aus Loyalität zur Kirche erfüllten. 

Ebenso wie in anderen Disziplinen wird auch in der Theologie manches Schrille, Wichtigtuerische und Unsinnige geäußert, das niemand vermisst hätte, wenn es ungesagt geblieben wäre. Doch bedürfen derartige unüberlegte Wortmeldungen keiner Intervention des Magisteriums in den Prozess der wissenschaftlichen Auseinandersetzung, da sie durch diese selbst korrigiert werden. Auch darf das Lehramt nicht von vornherein unterstellen, dass hinter jeder kritischen Anfrage an einzelne seiner Äußerungen eine hochmütige Haltung steht, die nicht bereit ist, sich in die Glaubensgemeinschaft der Kirche einzufügen. Es ist ein Erfordernis intellektueller Redlichkeit, dem jeder in der Kirche verpflichtet ist, sich mit unzureichenden Antworten nicht zufriedenzugeben und ungelöste Probleme nicht zu verdrängen. Daher kann es zum Dienst der Theologie an der Glaubensgemeinschaft der Kirche gehören, dass sie sich dem Totschweigen ungelöster Probleme entgegenstellt. 

Es widerspricht keineswegs der geforderten Loyalität gegenüber dem kirchlichen Lehramt, nach den Gründen zu fragen, warum einzelne die Lebensführung der Gläubigen betreffende Lehrmeinungen (etwa bezüglich der künstlichen Empfängnisregelung, der gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaften oder der Zulassung Wiederverheirateter zu den Sakramenten) in breiten Kreisen des Volkes Gottes nicht rezipiert werden. Das Lehramt erweist sich selbst einen schlechten Dienst, wenn es die Zweifel der Gläubigen und das seine Weisungen entgegenstehende Zeugnis ihrer Lebenserfahrung als Zeichen des Ungehorsams interpretiert. Unerledigte Fragen lassen sich nicht durch fortgesetzte Nichtbeachtung oder den Verweis auf eine bereits ergangene Entscheidung des Lehramtes aus der Welt räumen. Wenn die wissenschaftliche Theologie hier als Mahnerin auftritt, die eine Weiterentwicklung der kirchlichen Lehre vorschlägt, mag dies unbequem sein; auf lange Sicht erweist es sich jedoch als ein unabdingbarer Dienst am Glauben des Volkes Gottes, der unnötige Stolpersteine aus dem Weg räumen kann.

Der Fundamentaltheologe Magnus Striet ist Professor an der Universität Freiburg im Breisgau und äußert sich zu Voderholzer wie folgt : 

Die katholische Kirche ist bis an ihre Ränder in der Freiheitsmoderne angekommen. Selbst Mitglieder der Piusbruderschaft, die das Zweite Vatikanische Konzil strikt ablehnen, weil es die absolute Autorität des Papstes unterlaufe und Gewissensfreiheit in puncto Religionsfreiheit einräume et cetera, sehen sich inzwischen legitimiert, sich ihres Verstandes zu bedienen und sogar den Papst zu kritisieren. Doch am liebsten würde man die Moderne mit ihrer Pluralität, dem in offenen Gesellschaften allen zugestandenen Recht und so weiter gleich wieder abschaffen.

Wer sich in seinem religiösen Selbsterleben noch nicht darauf beschränkt, einer narzisstischen Wellness-Spiritualität alltägliche Opfer zu bringen, verbindet sein Katholischsein mit sozialem oder auch politischem Engagement und beruft sich auf das Zweite Vatikanische Konzil. Um Gerechtigkeit und Freiheit geht es mithin, und Freiheit will auch die Theologie. Wie sollte sie sich auch sonst als Wissenschaft vollziehen können?

Dem Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer scheint es nun zu viel der Freiheit gewesen zu sein. Entschieden pocht er in seinem Artikel darauf, welche Verantwortung einem Bischof durch das Konzil – er verweist auf »Lumen gentium« 24–27 – auferlegt sei. Der Bischof verspreche bei seiner Weihe, das ihm aufgetragene Glaubensgut zu schützen. Mit seiner Existenz habe er dafür einzustehen. Bischof Voderholzer fragt: »Wo oder vor wem muss ein Theologe oder eine Theologin aufgestellte Hypothesen verantworten?« Die Antwort ist für den Bischof klar: »Die Theologie hat ihre Aufgabe in der Reflexion des Glaubens auf der Basis des vom Lehramt vorgelegten Glaubensgehaltes.« 

Als Musterbeispiele einer solchen Theologenexistenz werden dann die ehemaligen Theologieprofessoren Joseph Ratzinger und Gottlieb Söhngen, der theologische Ziehvater Ratzingers, genannt. Von Letzterem werde sogar berichtet, er sei zwar aus traditionshistorischen Gründen gegen die Dogmatisierung der Leiblichen Auferstehung Mariens in den Himmel gewesen, habe aber bereits in deren Vorfeld erklärt, er werde sich, falls es dazu komme, der »Weisheit der Kirche« und deren »Glauben« beugen. Denn was sei dagegen die »Weisheit eines kleinen Professors«. 

Moralisieren sollte man nicht vorschnell, jede und jeder ist Kind seiner Zeit. Aber Bischof Voderholzer sollte wissen, dass eine solche Gehorsamshaltung dem Zeitgeist der damaligen Zeit völlig entsprach und nichts Besonderes war. Wenn es gegen den Subjektivismus der neueren Zeit ging, waren sich nahezu alle einig, die aus dem katholischen Milieu stammten. Auch aus diesem Milieu Abgefallene wie Martin Heidegger. Aber das ist ein weites Feld.

Ausdrücklich zustimmen möchte ich Bischof Voderholzer zunächst in einem Punkt: Wenn Theologie christliche Theologie sein will, so hat sie ihr Zentrum in dem Juden aus Nazareth, den der über die Generationen hinweg überlieferte Glaube als den Christus, den Sohn Gottes, bekennt. Andernfalls wird die Theologie zur Religionsphilosophie oder aber auch zur Religions- beziehungsweise Kulturwissenschaft. Und auch gilt, dass die Theologie sich einen gehaltvollen, das heißt bestimmten Begriff von Gott zu machen hat. So wird die Theologie zu einer Wissenschaft, die ein normatives Orientierungswissen bereithält, oder aber sie löst sich selbst auf. Gerade weil sie dies historisch betrachtet gewollt hat, stellt sie aber eben auch eine einzige Konfliktgeschichte dar. Es wurden Positionen anerkannt und andere ausgegrenzt. Teilweise wurden unterschiedliche Denkmodelle etwa in der Trinitätslehre mitgeschleppt, ohne sie je zu entscheiden, und dies, obwohl sie schlicht nicht zu synthetisieren sind. Die Gnadenstreitigkeiten wurden lehramtlich nie entschieden. Während die einen alles als das Werk Gottes ansehen, verweisen andere zwar auf den Primat der Gnade, bestehen aber zugleich darauf, dass der Mensch zumindest Ja sagen müsse. Theologischer Streit, intellektuell anspruchsvoll ausgetragen, kann produktiv sein. Und woher bezieht eigentlich das bischöfliche Lehramt seine Erkenntnisse, wenn nicht aus dem Ringen der Theologie? Vermag es, auf dem Niveau akademischer Theologie mitzustreiten, umso besser. 

Aber die akademische Theologie darauf festzulegen, nur eine Reflexion des Glaubens auf der Basis des vom Lehramt vorgelegten Glaubensgehaltes vorzunehmen, kann das Lehramt schon aus historischen Gründen nicht wollen. Es ist nicht irrtumsfrei. Die Verurteilung der Freiheitsrechte durch Päpste des 19. Jahrhunderts sollte tief in das Gedächtnis des bischöflichen Amtes eingeschrieben bleiben. Auch ist an den theologischen Antijudaismus zu erinnern. Wer historisch denkt, sollte eine Theologie einladen, sich freimütig kritisch zu äußern. Ihr die nötige Demut oder das Sentire cum Ecclesia abzusprechen zeugt nur von einem mangelnden historischen Sinn. Auch sollte nicht vergessen werden, dass nicht alles, was in der Kirche an Glaubenswahrheit oder auch schlicht als Norm existiert, von gleichem Rang ist. 

Um arbeiten zu können, braucht die wissenschaftliche Theologie Freiheit. Und entweder man gesteht sie ihr zu, oder aber man nimmt sie ihr sukzessive. Wenn Texte wie »Humanae vitae« in den letzten Jahrzehnten nur begrenzt in die Diskussion genommen wurden, dann deshalb, weil Sanktionen befürchtet und ja auch verhängt wurden. Der ganze Bereich Lebensformen und Sexualität war theologisch kontaminiertes Gelände. Freimütigkeit in der Rede war (und ist?) auch nicht förderlich, wenn es um die Frage der Eignung für das Bischofsamt ging. Im Kirchenvolk konnte man nicht auf die Veränderung der Großwetterlage warten, dort hat man sich die Freiheit längst genommen, werden lehramtliche Äußerungen kaum überhaupt noch zur Kenntnis genommen. Da lebt man Glaubensfreiheit. 

Bischof Voderholzer fragt, warum in der Schlusserklärung des Kongresses nicht das Thema gegenwärtiger Christenverfolgung angesprochen wird. Ich wüsste keinen Gläubigen und Theologen, der nicht erschüttert wäre über die Beraubung der Religionsfreiheit in Nordkorea und anderen Gesellschaften dieser Erde. Wer auch nur weiß, was ein Herz aus Fleisch ist, wird erschüttert sein, dass Menschen aufgrund ihrer religiösen Überzeugung terrorisiert werden. Wenn die Schlusserklärung dies Thema nicht ausdrücklich anspricht, so kann ich nur mutmaßen: Es geht nicht immer alles. Aber wenn Bischof Voderholzer unmittelbar nachdem er auf die brutale, menschenverachtende Unterdrückung der Religionsfreiheit und anderer in Nordkorea zu sprechen kommt, fragt, warum man sich nicht hierzu geäußert habe, und dann mutmaßt, das Thema Glaubensfreiheit sei wohl auf Fragen wie die der Ehelehre gemünzt, er bezogen auf diese die Forderung »Liberalisierung« wittert und eine solche Liberalisierung als Verhöhnung aller begreift, die wie der heilige Johannes der Täufer und der heilige Thomas Morus »gerade auch für das christliche Ehe-ideal den Märtyrertod auf sich genommen« hätten, dann wünschte ich mir doch eine ruhigere, akademisch gesättigte Unterscheidungsfähigkeit. In der »Tagespost« mögen solche Bezüge überzeugen. In einer Wissensgesellschaft lösen sie Kopfschütteln aus. Agierte die Theologie an Fakultäten im staatlichen Wissenschaftssystem so, würde dies ihr Aus bedeuten.

Erschienen in:
Ausgabe 06/2016
Redakteur:
Eberhard Schockenhoff und Magnus Striet ()
Thema:
Glaube
Stichworte:
Katholisch, Kirchen