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Leserbriefe

„Sie kotzen mich an“

Aus: Christ & Welt Ausgabe 3/2015

Vor zwei Wochen erklärte Redaktionsleiterin Christiane Florin im Editorial, warum sie eine Anzeige des katholischen Hilfswerks Kirche in Not abgelehnt hat. Hauptargument: In der Anzeige lautete ein Punkt „Gegen den Strom von Meinungsdiktatur und Political Correctness“. „Meinungsdiktatur“ sei keine Kritik an der Demokratie, sondern Diffamierung. Auch in der Kirche gehe offenbar Pegida-Vokabular um, hieß es im Editorial. Danach erreichten die Redaktion so viele Zuschriften wie noch nie in den vier Jahren von Christ&Welt in der ZEIT. Uns hat überrascht, mit welchen Worten Christentum und Abendland verteidigt werden. Aber urteilen Sie selbst

Foto: Can Stock Photo

"Na, du linke Abfickhure, magst du es nicht, wenn Menschen eine andere Meinung haben als du?" - Andreas Papke*

"Ihren Artikel kann ich nur als richtigen Bullshit – oder Cowshit bezeichnen. Es wird Zeit, dass noch mehr Leute diese Printmedien abbestellen und Onlinemedien wie Ihre Seite ignorieren. Sie sind das Beispiel für diese Lügenpresse, die sich nicht an der Realität und am Glauben orientiert, sondern am Mainstream. Sie wollen keine Diskussion und keinen Dialog, Sie wollen Ihre Ideologie (da haben Sie Ihre Nähe zum Islam) verbreiten. Das ist Ihre Vorstellung von Pluralität und ganz echt, in Saudi-Arabien mit einer Burka wären Sie sehr willkommen mit Ihrer Propaganda. Die Bibel sollten Sie aber nicht mitnehmen. Das würde dem dortigen Pluralitätsverständnis widersprechen. Es kotzt mich nur noch an. Nach islamischem Verständnis sind Sie nicht nur eine Kafir-Frau, sondern Sie sind eine Dhimmi, die ja keine Störung ihres Wohlfühlchristseins brauchen kann." - Horst Bornschein-Grolms

"Du doofe fotze." - Martin Harrell

"Ich frage mich, wie will solch ein „Scheuklappen-Journalismus“ eine interessante, breite Leserkreise ansprechende Zeitung machen? Und wenn alle Medien so verfahren: Wie kann sich dann eine qualifizierte Streitkultur oder gar eine LEBENDIGE Demokratie entwickeln? 2. Ich bin gelernter „Ossi“; d. h. ich habe ca. 38 Jahre in der DDR gelebt. Ich weiß, wie sich Diktatur anfühlt. Nicht nur in Politik und Medien, sondern auch in Schule, Berufsleben, Gewerkschaft usw. liefen eine Menge Leute herum, die ganz genau wussten, was richtig und was falsch war. Solange man denen nicht widersprach, war alles gut. Wehe aber, wenn jemand zum Denken den eigenen Kopf benutzte und eine unerwünschte Meinung vertrat. Der war schnell ein Klassenfeind, gegen den Frieden. ... Kurz: Er galt als böser Mensch und lief Gefahr, abgestraft zu werden. Und heute? Es gibt ein relativ breites Meinungsspektrum, darin kann sich jedermann nach Herzenslust tummeln. Aber wehe, man überschreitet dessen Grenzen! Dann ist man schnell Fundamentalist, Rassist, krank (-phob), rechts oder gleich ein Nazi. Kurz: Man gilt als böse und läuft Gefahr, abgestraft zu werden. Vielleicht ist das auch der Grund, warum PEGIDA nur im Osten solchen Zulauf hat? Wir sind gebrannte Kinder. Wir wissen, wie sich Diktatur anfühlt." - Andreas Rau, Haldensleben

"Sie dreckige Himmlerschlampe gehören zwangsverheiratet unters Kopftuch, dann müsste man Ihre hässliche Goebbelsfresse nicht mehr sehen. (Himmler war auch katholisch.) Durch Sie wird mir der Islam mit seinem Frauenbild geradezu sympathisch!" - hapo127

"Ihren Beitrag in „Christ und Welt“ möchte ich nicht unwidersprochen hinnehmen und bin so frei, Ihnen „Unsinn!“ zuzurufen: „Die katholische Kirche ist aber seit Benedikt XVI. geübt darin, Demokratien mit ihren Kompromissen und Mehrheitsentscheidungen mal eben zu einer ,Diktatur des Relativismus‘ umzudeuten.“ Ja, Benedikt kann man sicher nicht nachsagen, dass er nicht früh genug vor dem unsere Gesellschaft zersetzenden Irrsinn „Gender“ und der sich daraus ableitenden „Political Correctness“ gewarnt hätte. Wie sehr meine Kirche dem Zeitgeist hinterherhechelt, zeigt der Umstand, dass am 5.1. während der Pidega-Veranstaltung die Beleuchtung des Kölner Doms abgeschaltet und das dem schon lange nicht mehr staunenden Fußvolk wieder einmal als „Zeichen gegen Rassismus“ verkauft wird. Da ich an der Kundgebung nicht teilnehmen kann, werde ich hier am Bodensee in unserer Dorfkirche eine Kerze anzünden und für meine verfolgten und abgeschlachteten Glaubensbrüder ein Vaterunser und ein Ave-Maria beten." - Elmar Bereuter

"Allein die Tatsache, dass Sie sich mit diesem Anzeigenbegehren befassen, zeigt Ihre Hilflosigkeit in dieser Angelegenheit. Sie sehen eine Welt, die durch den Islam zunehmend an Berechenbarkeit verliert, wollen aber Ihre sozialistische Grundausrichtung nicht in Frage stellen, denn dann müssten Sie Ihren Lebensentwurf ja hinterfragen. Sie wissen, dass der Islam alles verändern wird, gehen aber dennoch nicht auf seine Aussagen ein. Stattdessen geißeln Sie alles als fremdenfeindlich, was gegen den Islam spricht. Damit disqualifizieren Sie sich selbst als Vertreterin einer offenen Gesellschaft. Die Linke hat in diesem Land die Meinungshoheit und Sie meinen damit automatisch die richtige Meinung zu vertreten. Lächerlich."

"Sie verteidigen eine Religion, die Christen noch nicht einmal als Untermenschen duldet. Massenhaft fliehen Christen aus dem Nahen Osten und Sie sprechen von Fremdenfeindlichkeit in Deutschland. Nehmen Sie’s mir nicht für übel, wenn ich an Ihrem Geisteszustand zweifle. Die Moslems in unserm Land werden bald die Zehn-Prozent-Marke erreicht haben, dann geht’s mit Leuten wie Ihnen zur Sache, verlassen Sie sich darauf. Was wollen wir mit einer Kirche, die lebendig tot ist??? werden sie sagen." - Günter Ossa, Essen

"Politische Korrektheit ist linke Ideologie und Ideologie ist das Gegenteil von dem was Gott uns heißt zu sein und zu tun; er gab uns Ideale und nicht Ideologien. Schmeißen Sie diesen betitteten Mistkäfer raus, die soll zu den Grünen gehen, als Putze." -Andreas Papke

"Ich beziehe mich auf Ihre Ablehnung einer Annonce von Kirche in Not und möchte mein Missfallen über Ihre undemokratische Vorgangsweise deponieren. Was bilden Sie sich eigentlich ein, eine Annonce zu verweigern, nur weil der Inhalt in geringen Teilen nicht Ihrer persönlichen Einstellung entspricht? Sie sind an Ihrer Position fehl am Platze und sollten abtreten." - David Glaser

"Von einer Meinungsdiktatur zu reden heißt nicht automatisch, dass man die aktuelle Regierung des Landes für eine Diktatur im „klassischen“ Sinne hält. Es kann vielmehr bedeuteten, dass man einen gewissen Mangel an Meinungsvielfalt, einen gewissen Zwang bei der Presse, um jeden Preis einer Meinung zu sein, wahrgenommen hat. Zum Beispiel: Ich habe vor knapp zwei Wochen an einer Demonstration in Würzburg gegen die Islamisierung Europas teilgenommen. Am nächsten Tag las ich Berichte in dem hiesigen Regionalblatt, die die Demonstration völlig verteufelten und die Gegendemonstranten eher verklärten. War das ein Beispiel einer Diktatur, wie man sie vor 40 Jahren in Spanien oder in der DDR erlebt hätte? Wohl kaum. Aber zeugte es trotzdem von einer unbehaglichen Nähe zwischen Politik und Medien? Von Journalisten, die die Parolen der politischen Elite wohlwollend nachplappern, anstatt sie kritisch zu hinterfragen? Leider ja. Ich wenigstens fahre am nächsten Montag wieder nach Würzburg. Denn meine Fragen an die Regierung – zum Beispiel über die Existenz und Definition von Wirtschaftsflüchtlingen – bleiben unbeantwortet." - Brian T. Hickey, Mannheim

"Sie sind eine Meinungsdiktatorin „Frau“ Florin! Ich bin in der DDR groß geworden und kenne mich aus mit Diktaturen und wie diese arbeiten, die Meinungsfreiheit zu beschneiden ist eine der wichtigsten Werkzeuge einer Diktatur und damit fängt auch eine Diktatur auch immer an! Sie finden es verwerflich, dass man Political Correctness hinterfragt, sie finden es falsch, die Tag täglich stattfindende Meinungsdiktatur zu schützen, sie sind ein Diktator, einer im Miniformat, aber sie sind ein Diktator. (Übrigens Diktatorin wäre falsch, genau wie Bürgerinnen, denn den sprachlichen Genus verwechseln nur politkorrekte Vollidioten mit dem biologischen Sexus.)" - Stefan Schmidt

"Frau Florin, leute wie sie kotzen mich an, sie gehören zu denen die uns das Leben zur Hölle machen in dem sie Denk und Sprachverbote aufstellen und jeder der diese bricht, kommt ins soziale Aus und falls man es ihrer meinung nach übertreibt mit seiner Meinungsfreiheit, wird einem in Dt. die Lebensgrundlage genommen, Arbeitsplatzverlust wegen Teilnahme an PEGIDA Spaziergängen ist ein Resultat (eines von vielen) einer linksfaschistischen Bananenrepublik zu der die BRD mittlerweile verkommen ist und sie, „Frau“ Florin tragen eine große Mitschuld, ich verachte sie zutiefst!" - Ein Freier Mensch

Ist es wieder so weit, nach Ostdeutschland und dem „3. Reich“, dass einzelne Menschen in vorauseilender Unterwerfung ihre Mitmenschen zensieren und hoffentlich nicht auch bald an den Pranger stellen mit weit-reichenden Folgen wie z. B. Arbeitsplatzverlust für Pegidaanhänger. Ihrer Redaktionschefin ist das zuzutrauen. Wahrscheinlich nach Genderkriterien ins Amt gehievt oder schlimmer noch Mitglied der SED Nachfolgerin PDS/Linke." - Thomas Peters, Potsdam

"Kirche in Not ist eine absolut authentische Organisation, die zur Wahrheit steht. Ihre Kritik zu „Gender“ mit Blick auf die von Ihnen bestellten und gesichteten Heftchen kann ich beim besten Willen nicht nachvollziehen. Sie haben sicherlich recht, wenn Sie sagen, dass verfolgte Christen im Irak vermutlich noch nie davon hörten, aber ich denke, diese Heftchen richten sich eher an unsere eigene Bevölkerung, die auch keine „Märtyrer“ sein möchten, wie Sie mutmaßen. Kirche in Not verdient es nicht, von Ihnen diffamiert zu werden. Vielmehr habe ich das Gefühl, dass es sich bei Ihrer Kritik um eine schlimme Form des Feminismus handeln könnte, der auf die Zerstörung der Familie und damit einer ganzen Gesellschaft abzielt und an der viele – insbesondere Frauen wie Sie – heute reichlich gut verdienen. Das Thema „Gender“ scheint mir inzwischen mehr und mehr diskutiert zu werden, letztendlich auch dank „Kirche in Not“." Herzlich lade ich Sie in diesem Zusammenhang ein, am 19.09.2015 zur Teilnahme am Berliner „Marsch für das Leben“ mitzukommen, um im Rahmen eines beeindruckenden Schweigemarschs gegen Abtreibung zu demonstrieren. Meiner Erfahrung nach sind es durchweg Feministinnen, die sich für Abtreibung starkmachen, oder? Zeigen Sie den Menschen, wie sehr Ihnen wahre Menschenrechte und Nächstenliebe am Herzen liegen.Anmeldungen nehme ich ab sofort entgegen. Ich gebe diese Mail an eine größere Anzahl Mitleser und Organisationen sowie Kirche in Not weiter, denn es dürfte doch einige interessieren." - Klaus Hildebrandt

Sie sollten sich außerhalb der kompletten verlogenen Medienlandschaft informieren, schreiben Sie bitte die Wahrheit und keine politisch korrekte Wahrheit, dessen sind Sie als Christ ? verpflichtet! Grüß Gott. Ein Pegidaanhänger und AFD-Wähler (einer von Millionen). Ich bin Vater und Großvater." - Reiner Bruhn

"Selbstverständlich ist auch mir klar, dass ich andere Meinungen tolerieren muss, allerdings vermisse ich doch immer wieder eine Ausgewogenheit in der Berichterstattung. Vielleicht kommen Sie, sehr geehrte Frau Florin, am 19.9. einfach mal nach Berlin, um am nächsten Marsch für das Leben teilzunehmen. Sicherlich verstehen Sie – wenn Sie das miterlebt haben und danach die Presse unvoreingenommen beobachten – dann auch besser, was ich mit „Meinungsdiktatur“ meine. Zugegeben, das Wort gefällt mir auch nicht besonders gut, Lügenpresse ist da vielleicht noch passender. Zu ähnlichen Erfahrungen laden auch die „Demos für alle“ ein, die ebenfalls vielfach von der Presse mit „Nichtbeachtung“ abgestraft werden. Ein Schelm, der Böses dabei denkt?" - Edith Buhse, Berlin

"Ein Armutszeugnis der Demokratie, dass Sie das Inserat abgelehnt haben ... Schade, dass so Menschen wie Sie einen Doktortitel haben ..." - bombayinc

"Sie haben natürlich das Recht, Anzeigewünsche abzulehnen, aber kommen Sie dann als Rechtfertigung nicht mit dummdreisten (Selbstbe-) Lügen um die Ecke, Sie können diese konservativen Christen einfach nicht leiden, nicht mehr und nicht weniger. „Wir haben die Anzeige abgelehnt.“ Wir, Sie und Musterdemokrat und Wahlfälscher di Lorenzo?" - Klaus KohlertSie hat damit Kirche in Not viel Geld gespart und trotzdem eine prima Werbung für die Veranstaltung gemacht. (hehe)" - Fritz Wühler

"Arbeitet die linke Abfickhure immer noch bei euch? Die Frage werden Sie mir ja hoffentlich beantworten können, Sie pseudochristlicher Dreck?" - Andreas Papke

* Anmerkung der Redaktion: Diese Zuschriften sind uns als Leserbriefe zugegangen. Wir haben keine Möglichkeit, die Identität zu überprüfen. Es ist deshalb möglich, dass einzelne Namen nicht die wirklichen Autoren der Zuschriften bezeichnen.

Erschienen in:
Ausgabe 3/2015
Redakteur:
Christ&Welt-Redaktion ()
Thema:
Christ&Welt
Stichworte:
keine