Kollekte - Das Religionsblog
„Das Wort Gottes muss zu Felde liegen und kämpfen“
07.07.2011 | | 1 Kommentar(e) Hallo "Christ & Welt! Ich gratuliere Euch zu Eurem Mut und zu Eurer Vorgehensweise. Es ist leider noch immer nicht selbstverständlich, von kirchlicher Seite mit weltlichen Problemen zu befassen und andere Meinungen zuzulassen. An dieser Stelle ein begeistertes: WEITER SO! LG HelgeWeiter so!
Warum die Redaktion Kontroversen liebt.Und was Joachim Meisner mit Martin Luther verbindet
Am Ende waren es 82 Seiten. Gabriele Alonso-Perez, die Christ-&-Welt-Redaktionsassistentin, brauchte zwei Tage, bis die wichtigsten Abdrucke
auf die Festplatte gebracht und so aufbereitet waren, dass Redaktion und Marketing sie auswerten konnten. Ein Beitrag in der Ausgabe der vergangenen Woche hatte das geschafft: der Text des Kölner Erzbischofs Joachim Kardinal Meisner gegen den Schwangerschaftsabbruch. Die Nachricht darüber fand ihren Weg in die Online-Ausgabe der „Süddeutschen Zeitung“ und „Spiegel Online“. Der „Bild“-Zeitung war das Thema eine Viertelseite wert.
Der Kardinal ist bekannt für polarisierende Vergleiche. Diesmal zog er den gerade beschlossenen Atomausstieg heran und nannte die Abtreibung unseren täglichen beschwiegenen Super-GAU, der verdrängt auf der Volksseele laste. Die Leserreaktionen spiegelten die Polarisierung wider: Wie denn die Redaktion diesen Autor zu Wort kommen lassen könne, erregten sich die einen. Wo jeder wisse, wie er denke. Wir sollten uns schämen. Andere wähnten den Kardinal desavouiert. Leser Lothar Roos meinte, mit dem markanten Foto des Erzbischofs auf der Zeitungsseite mache die Redaktion Stimmung gegen ihn. Die Verantwortlichen sollten sich schämen.
Das tun sie aber nicht. Christ & Welt hat vor drei Wochen die Diskussion um
Abtreibung von unerwarteter, feministischer Seite begonnen. Sie wird die Debatte weiterführen. An sich selbst stellt sie den Anspruch, widerzuspiegeln,
was in der, Welt des Glaubens gelehrt und gedacht wird. Das geht
besser mit Vertretern kantiger Meinungen. Die Wahrheit braucht Streit. „Das
Wort Gottes muss zu Felde liegen und kämpfen“, sagte Martin Luther
und hielt, dem Erzbischof gleich, Kollateralschäden für unvermeidbar:
„Wo ein Streit ist, da müssen etliche fallen und wund werden.“ Damit kann
der Politiker Christean Wagner auf Seite 5 hoffentlich leben. Und dem Gespräch der katholischen Kirche, von dem auf Seite 4 die Rede ist, lässt sich daher nur wünschen, dass es hoch hergehen möge.
Mitunter beziehen die Redakteure selber Stellung. Mitunter auch kontrovers.
Denn sie wollen, wie es bei den Kirchen gern heißt, nicht Meinung machen,
sondern Meinung möglich machen.
Weiter so!
Hallo "Christ & Welt! Ich gratuliere Euch zu Eurem Mut und zu Eurer Vorgehensweise. Es ist leider noch immer nicht selbstverständlich, von kirchlicher Seite mit weltlichen Problemen zu befassen und andere Meinungen zuzulassen. An dieser Stelle ein begeistertes: WEITER SO! LG Helge


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